UmFAIRteilen: Zwischenfall an der Handelskammer

Heute morgen um 8 Uhr protestierten Mitglieder des AStA der Universität Hamburg vor der Handelskammer, um auf den Aktionstag „umFAIRteilen – Reichtum besteuern“ am 29.9. mit einer Menschenkette durch die Hamburger Innenstadt aufmerksam zu machen. Ein Studierender wurde von einem Angehörigen des Sicherheitspersonals bei dem Versuch verletzt, ein Transparent zu entrollen.

Ein Banner mit dem Slogan „Radikal umfairteilen – für Bildung, für die Menschen“ machte die
Forderung nach mehr Besteuerung gesellschaftlichen Reichtums als
Alternative zum Kaputtsparen der Universitäten deutlich.

Ein Studierender wurde von einem Angehörigen des Sicherheitspersonals
bei dem Versuch verletzt, an der Handelskammer ein Transparent zu
entrollen. Die Sicherheitsperson riss den Studierenden aus eineinhalb
Meter Höhe von einer Leiter herunter auf die Steintreppen. Der
Studierende erlitt auf einer Seite Prellungen. Trotz dieser Überreaktion
auf einen friedlichen Protest, verzichtete er auf eine Anzeige.

Die Handelskammer liegt am Adolphsplatz, wo die Auftaktkundgebung des
umFAIRteilen-Aktionstages am 29.9. stattfindet. Franziska Hildebrandt
vom AStA-Vorstand der Uni Hamburg wird diesen mit einer Rede zu mehr
Bildungsgerechtigkeit eröffnen. Die Menschenkette startet ebenfalls dort
mit dem Abholen von Geldsäcken von der Handelskammer und der
gegenüberliegenden Deutschen Bank. Sie werden anschließend durch die
Kette über Mönckebergstraße, Alstertor, Ballindamm und Neuer Wall bis
auf den Rathausmarkt gereicht. Dort werden sie symbolisch auf der
Abschlusskundgebung verteilt.

Uwe Grund, DGB-Vorsitzender Hamburg: „Es ist richtig und
wichtig, dass die Studierenden Alternativen zu den Kürzungen aufzeigen,
denn wir brauchen nicht weniger sondern mehr Investitionen in Bildung.
Eine Stärkung der Einnahmeseite der öffentlichen Haushalte durch eine
Vermögensbesteuerung kann den Notstand an den
Universitäten und im gesamten Bildungsbereich beheben. Auch dafür setzen
wir uns ein, wenn wir am 29. September mit einer Menschenkette durch die
Innenstadt eine Besteuerung des Reichtums einfordern. Mehr Geld für
Bildung, Nahverkehr, die Energiewende, soziale Arbeit, Kultur und Pflege
zahlt sich für uns alle aus.“

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