Trauriger Höchststand bei HIV/AIDS

Die SPD-Bürgerschaftsfraktion hat besorgt auf die aktuellen Zahlen zu Neuinfektionen mit dem AIDS-Virus in Hamburg reagiert. In der Hansestadt sind die HIV-Neuinfektionen dem aktuellen Epidemiologischen Bulletin des Berliner Robert-Koch-Instituts zufolge im Jahr 2009 wieder stark angestiegen. Besonders betroffen seien homosexuelle und bisexuelle Männer.

In Hamburg wurde dem Bulletin nach im Jahr 2009 bei 205 Menschen eine Infektion mit dem HI-Virus diagnostiziert. „Damit hat Hamburg erneut den traurigen Höchststand aus dem Jahr 2007 erreicht“, sagte die SPD-Fachsprecherin für Gesundheitspolitik, Anja Domres. Besonders betroffen seien homosexuelle und bisexuelle Männer. Im Vergleich zu 2008 sei die Zahl der Neuinfizierten um 50 Prozent gestiegen. In absoluten Zahlen nahm die Zahl der Neuinfektionen in dieser Gruppe von 91 im Jahr 2008 auf 137 im Jahr 2009 zu. „So hoch war diese Zahl in den vergangenen zehn Jahren nicht mehr“, bedauerte Domres.

Hamburger Präventionsträger vermuten eine gesteigerte Testbereitschaft als eine Ursache des Anstiegs. Dem wollen Domres und die SPD Fachsprecherin für Gleichstellungspolitik, Gabi Dobusch, jetzt in einer Kleinen Anfrage an den Senat nachgehen. „Die Zahlen zeigen, wie dringend geboten es nach den jahrelangen Einsparungen durch die CDU war, die Präventionsarbeit mit homosexuellen Männern im vergangenen Jahr wieder zu stärken“, sagte Dobusch.

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