Ole von Beust empfängt heute im Rathaus die Verleger und den Chefredakteur des Magazin „OK!“, das seit Januar 2008 mit rund 30 (!) Mitarbeitern in Hamburg ansässig ist. Anlass des Empfangs ist das morgige Erscheinen der ersten Ausgabe im Zeitschriftenhandel.
Farid Müller, medienpolitischer Sprecher der GAL-Bürgerfraktion: „Aus dem Erscheinen eines neuen Zeitschriftentitels einen Fototermin zu machen, belegt die Torschlusspanik des Bürgermeisters kurz vor der Wahl. Natürlich freut sich auch die GAL-Fraktion über jedes neue Format in Hamburg. Aber den 18 Tagen bis zur Wahl lassen sich die Versäumnisse von sieben Jahren miserabler Medienpolitik nicht mehr korrigieren. Dafür bedarf es der Arbeit einer neuen Regierung.“
Das OK-Magazin wird in einem Joint Venture des Klambt-Verlages mit dem englischen Verlag Nothern & Shell herausgegeben, in dem die britische Ausgabe erscheint. Müller weist darauf hin, dass keineswegs die gesamte Klambt-Verlagsgruppe („Die neue Frau“, „Frau mit Herz“) von Speyer bzw. Nürnberg nach Hamburg übergesiedelt sei, sondern nur die Redaktion eines einzigen Titels.
Müller: „In der Medienpolitik hat dieser Senat versagt. Hamburg hat reihenweise Arbeitsplätze im Medienbereich verloren. Zuletzt kündigte die Bild-Zeitung den Umzug in das von SPD und Linkspartei regierte Berlin an. Statt des dringend gebotenen Konzepts zur Weiterentwicklung des Medienstandorts beschäftigt der Senat einen Medienkoordinator, der vor allem durch seine Abwesenheit glänzt. So betrachtet erstaunt es wenig, dass nicht Medienkoordinator Richtberg, sondern der Regierungschef selbst die Macher des Magazins empfängt.“