Tarifkonflikt bei Radio Hamburg

Beschäftige schreiben an die Gesellschafter von Radio Hamburg
Gemeinsame Presseerklärung der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di), Landesbezirk Hamburg und des Deutschen Journalisten-Verbandes, Landesverband Hamburg

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Radio Hamburg machen sich für angemessene Gehälter stark und fordern einen Tarifvertrag. Nach dem die Geschäftsführer des Senders Verhandlungen gänzlich abgelehnt haben, haben sich die Beschäftigten nun mit einem offenen Brief an die Gesellschafter gewandt. Dies teilten der Deutsche Journalisten-Verband Hamburg (DJV) und die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) am Donnerstag mit.

Die Gesellschafter sind:
Axel Springer Verlag SE, UFA Film- und Fernseh-GmbH, Heinrich Bauer Verlag KG, Lühmanndruck Harburger Zeitungsgesellschaft mbH & Co. KG, Morgenpost Verlag GmbH.

In dem Brief der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter heißt es:

Radio Hamburg hat allein im Jahr 2016 bei einem Rohertrag von 10,451 Millionen € einen Gewinn nach Steuern in Höhe von 5,737 Mio € erwirtschaftet und gehört damit zu den auch wirtschaftlichen erfolgreichsten Privatsendern. Die Beschäftigten sind angesichts dieser Erfolgsgeschichte enttäuscht, dass ihnen angemessene Gehälter verweigert werden:
„Als Radio Hamburg im Jahre 2003 aus dem Tarifverband privater Rundfunk ausgetreten ist, wurde den Mitarbeitern versichert, dass sich dadurch nichts für sie verschlechtern wird sondern die Konditionen auf Höhe des Entgelttarifs bleiben werden. Das entsprach leider nicht der Wahrheit. Seitdem sind die Einstiegsgehälter kontinuierlich gesunken, Urlaubs- und Weihnachtsgeld für neue Kollegen in den Verträgen nicht mehr enthalten. Turnusmäßige Gehaltsanpassungen werden immer seltener oder fallen ganz aus“, heißt es in dem offenen Brief.

Die Beschäftigten werben auch mit einer eigenen Website für einen Tarifvertrag: www.wirsindradio.hamburg

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