Tarifabschluss für Hamburger Einzelhandel

Nach acht Monaten harter Tarifauseinandersetzungen konnte am späten Abend des 10. Dezember ein Tarifabschluss für die ca. 70.000 Beschäftigten im Hamburger Einzelhandel erzielt werden.

Für die Beschäftigten wurden Lohn- und Gehaltserhöhungen in zwei Schritten vereinbart: ab 1. 8. 2013 werden die Einkommen um 3 % und ab 1.5.2014 um weitere 2,1 % angehoben. Die Ausbildungsvergütungen werden im gleichen Zeitraum überproportional zwischen 7,2 und 7,8% angehoben. Der Vertrag gilt rückwirkend zum 1. Mai 2013 und hat eine Laufzeit von 24 Monaten.

Neu ist eine Regelung zur Rückführung der über Werkverträge ausgegliederten Auffüllkräfte. Das Tarifergebnis sieht vor, für wiedereingegliederte Beschäftigte eine Entgeltgruppe knapp unter zehn Euro pro Stunde zu schaffen. Zurzeit erhalten diese Beschäftigten per Werkvertrag zwischen sechs und sieben Euro die Stunde.

Arno Peukes, ver.di Verhandlungsführer in Hamburg: „Mit dieser Regelung setzen die Hamburger Tarifparteien ein klares Signal gegen Werkverträge und prekäre Beschäftigung im Einzelhandel. Damit können die Arbeitsbedingungen für die ausgegliederten Beschäftigten deutlich verbessert werden.“

Das Tarifergebnis sieht weiter vor, dass die Lohn- und Gehaltstarife unverändert in ihrer Struktur wieder eingesetzt werden. „Dies bedeutet, dass ver.di die Angriffe auf die Einkommen sowohl der Kassenbeschäftigten wie auch der Ungelernten erfolgreich abwehren konnte“, so Peukes, für den ohne die Arbeitskämpfe der letzten Monate der erfolgreiche Tarifabschluss nicht möglich gewesen wäre. „Die Beschäftigten im Einzelhandel haben mit ihrem mutigen Kampf für existenzsichernde Tarifverträge und gegen die Angriffe der Handelskonzerne diesen Erfolg bundesweit erkämpft.“

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