Talentschmiede für Hamburgs Luftfahrt

Hamburg setzt Maßstäbe in der Zusammenarbeit

Das HCAT ist mehr als ein reales Gebäude mit Laboren für die berufliche und akademische Aus- und Weiterbildung für die Luftfahrtindustrie. Hamburg Centre of Aviation Training ist ein Synonym für innovative Formen der Kooperation von Industrie, Bildungsinstitutionen und Behörden. Das Besondere am HCAT ist die in Europa einmalige Lernortkooperation von Luftfahrtindustrie, Hochschule und Gewerbeschule. Partner sind neben der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation, der Behörde für Wissenschaft und Forschung und der Behörde für Schule und Berufsbildung, die Gewerbeschule für Fertigungs- und Flugzeugtechnik G15, die Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg sowie als Unternehmen Lufthansa Technical Training und Airbus. Der Lernort HCAT bietet ein kombiniertes Angebot aus schulischer, betrieblicher und akademischer Aus- und Weiterbildung in den wichtigen Technologiefeldern Avionik/Elektronik, Kabine/Kabinensysteme und moderne Fertigungsverfahren/neue Werkstoffe (CFK). Gewerbeschule, Hochschule und Industrieunternehmen nutzen die Labore und Werkstätten des HCAT gemeinsam und tauschen ihr Know-how zwischen Lehre, Forschung und Praxis unmittelbar aus. Das heißt: Es wird direkt für den Bedarf der Industrie qualifiziert, so dass dem Luftfahrtstandort Hamburg auch in Zukunft Spitzenkräfte zur Verfügung stehen, die den neuesten Stand der Technik beherrschen.

Senator Frank Horch: „ Um das HCAT beneiden uns viele Standorte auf der ganzen Welt. Mit diesem Zentrum hat Hamburg Maßstäbe in der Zusammenarbeit von Praxis, Lehre und Forschung gesetzt. Von der Berufsorientierung bis zur Förderung junger Forschungstalente, werden im HCAT gemeinsam von den Partnern neue Wege für die Personalentwicklung in den Unternehmen beschritten und Bildungsimpulse gesetzt. Das HCAT bildet eine gute Basis, die zukünftigen technologischen und personalpolitischen Herausforderungen zu meistern, es bedarf allerdings einer organisatorischen Ergänzung“.

Der Senat hat heute deshalb beschlossen, die über die Lernortkooperation des HCAT hinausgehenden operativen Aufgaben der erfolgreichen Qualifizierungsoffensive Luftfahrt in einen gemeinsam von Wirtschaft und Bildungssektor getragenen Verein mit hauptamtlicher Geschäftsführung überführen, um Hamburgs hervorragenden Ruf als innovatives Zentrum für die Entwicklung luftfahrttechnischen Know-hows zu festigen. Der Standort erhält so zusätzlich wichtige Impulse für die zukünftige Entwicklung nicht nur in der Luftfahrtindustrie.

Jan Balcke, Ausbildungskoordinator Airbus Operations: „Für Airbus ist das HCAT eine wichtige Säule in der Aus- und Weiterbildung, denn es vereint Hochschulen, Berufsschule und Unternehmen sowie weitere Bildungsinstitutionen der Luftfahrtindustrie in Norddeutschland unter einem innovativen Dach. Die enge Verzahnung der Partner erlaubt eine Form der Zusammenarbeit in der beruflichen Bildung, die für alle Beteiligten gewinnbringend ist. Die heutige Senatsentscheidung zur Gründung eines geschäftsfähigen Vereins begrüßen wir sehr, denn sie lässt neue Ansätze der Berufsorientierung und Talentförderung nun praktisch umsetzbar werden.“

„Nach fast 15 Jahren intensiver Zusammenarbeit von Behörden, Bildungseinrichtungen, Forschungsinstitutionen und Unternehmen am Luftfahrtstandort Hamburg können sich die Ergebnisse sehen lassen. Die Hamburger Luftfahrtindustrie prosperiert, die Zahl der qualifizierten Arbeitsplätze ist stark gewachsen, wir sind anerkanntes Spitzencluster. Mit der HCAT-Vereinsgründung gehen wir den nächsten logischen Schritt in dieser Richtung. Die organisatorische Weiterentwicklung des HCAT wird wesentlich dazu beitragen, Hamburgs Position als innovatives Zentrum für Fach- und Führungskräfte dauerhaft zu festigen und weiter auszubauen“, sagt Thomas Schröder, Unternehmensstrategie Lufthansa Technik.

Prof. Dr. Detlef Schulze (Leiter des Departments Fahrzeugtechnik und Flugzeugbau der HAW Hamburg): „Das HCAT stellt eine wesentliche Bereicherung für die Ausbildung zukünftiger Ingenieurinnen und Ingenieure wie auch Auszubildender dar. Durch die örtliche Vereinigung von Studium und Ausbildung in der Lernortkooperation HCAT können bereits während des Studiums unsere Studierenden mit Auszubildenden an gemeinsamen Projekten, wie z.B. dem Aufbau des im HCAT befindlichen Labors für Kabine- und Kabinensysteme, im Rahmen von Projekten das Zusammenarbeiten erlernen und erproben. Auch das der Erhöhung der Durchlässigkeit dienende Propädeutikum HCAT-Pro, gemeinsam entwickelt von Professoren der HAW und Lehrenden der Gewerbeschule G15, realisiert die Idee eines gemeinsamen Lernen und Lehrens auf einzigartige Weise. Dieses sind nur zwei Beispiele wie das HCAT zur Sicherung des Luftfahrtstandortes Hamburgs beiträgt. Daher freut uns die Entscheidung des Senates sehr, wird doch damit die erfolgreiche Arbeit des HCAT in einen tragfähigen Verein mit einer weiterhin erfolgversprechenden Zukunft überführt.“

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