Zur der Präsentation des „Tages der Großbaustellen“, dem gemeinsamen Aktionstag von HafenCity Hamburg, Hochbahn, Elbphilharmonie und Überseequartier am 18. April, erklärt Dr. Joachim Bischoff, der stadtentwicklungspolitische Sprecher der LINKSfraktion: „Das wird eine Werbeveranstaltung für die Milliardengräber der Senatspolitik.“
Hafencity
Hafencity: Leben für die Retortenstadt
Der Hamburger Senat kündigte heute verstärkten Mietwohnungsbau in der Hafencity durch Genos¬senschaften und Baugemeinschaften an. Damit soll in Hamburgs Retortenstadtteil ein „bezahlbares Mietniveau“ abgesichert werden. Eine fragwürdige Initiative angesichts des Wohnungsmangels in Hamburg, meint die LINKE.
HafenCity: Vom Langeweile- zum Vorzeigeobjekt?
Die Welt meldet heute, dass der Senat in zwei bis drei Monaten einen neuen „Masterplan HafenCity“ vorlegen werde. Es gebe Unzufriedenheit über die gegen¬wärtige Entwicklung dieses neuen Quartiers, das „zu wenig lebendig, zu wenig und zu teuer Wohn¬raum biete und viel zu stark als Standort für hochpreisige Büroflächen ausgerichtet sei“. Stadtent¬wicklungssenatorin Anja Hajduk wird mit diesen Worten zitiert: „Die Hafencity wollen wir weiter zu einem städtebaulichen und ökologischen Vorzeigeprojekt entwickeln.“
Noch mehr Schelte für Gundelach
Zu dem erneuten Versuch der Wissenschaftssenatorin, die Verlagerung der Universität zu propagieren, erklärt Gabor Gottlieb (29), Mitglied der SPD-Bezirksfraktion Eimsbüttel: „Senatorin Gundelach scheint so verliebt in ihr Projekt zu sein, dass sie das eigentliche Ziel aus den Augen verloren hat. Die Frage ist, wo eine Stadtteiluniversität die beste Zukunft hat, im Hinblick auf den Stadtteil und die Universität. Es geht weder um den „Sprung über die Elbe“ noch um ein weiteres Leuchtturmprojekt des Senates. Manchmal denke ich, Frau Gundelach glaubt, sie sei noch Staatssekretärin für Stadtentwicklung und nicht Wissenschaftssenatorin.“
Bezirksamt zur doppelten Miete in die Hafencity?
Die Stützungsmaßnahmen des Senats für die HafenCity stoßen auf Kritik der LINKEN. Egal, ob die Miete nun aus dem Bezirks- oder den Stadtsäckel aufgebracht werden soll – es sind in beiden Fällen Steuern, die andernorts besser verwendet werden könnten.
HafenCity: Mitte will nicht mehr zahlen
Ein Geheimnis ist es schon lange nicht mehr: Auch in der HafenCity sind Büros derzeit schwer zu vermieten, nur Wohnraum „geht“ ganz gut. Jetzt soll auf Anordnung aus dem Rathaus das Bezirksamt Mitte einspringen und Büroflächen anmieten – für 15 EUR pro Quadratmeter, doppelt so viel, wie jetzt gezahlt wird. „So nicht“, sagt die SPD-Bezirksfraktion.
Hafencity: Bald kann man sogar lüften
In einigen Jahren werden Bewohner und Anlieger der Hafencity womöglich sogar die Fenster öffnen können: Die US-Umweltbehörde (EPA) will die Emissionen von Seeschiffen drastisch reduzieren. Bisher sind die mit Schweröl betriebenen Schiffsdiesel für etwa 1/12 der gesamten industriellen Schwefel- und Stickoxid-Abgase verantwortlich. Die Hafencity belasten sie vom Kreuzfahrtterminal aus – dort liegen sie mit laufenden Motoren.
Planungen für Hafencity-Uni: Spitze des Eisbergs
Nach dem negativen Votum des Haushaltsausschusses gegen die Planungen für die Hafencity-Universität (HCU) hat die SPD-Fraktion von der schwarz-grünen Koalition eine grundlegende Überarbeitung der Investitionsplanung gefordert. „Die unwirtschaftliche Planung des Senats zur HCU ist nur die Spitze des Eisbergs. Bei anderen Projekten sieht es nicht besser aus“, sagte SPD-Finanzexperte Peter Tschentscher. Die SPD-Bürgerschaftsfraktion hat das Thema „Hafencity-Universität – unwirtschaftliche Senatprojekte auf Kosten der Steuerzahler“ zur aktuellen Stunde der Bürgerschaftssitzung am Mittwoch angemeldet.
HafenCity Uni: LINKE fordert Gundelachs Rücktritt
Gestern hat der Haushaltsausschuss der Bürgerschaft die HafenCity-Uni-Vorlage von Senatorin Herlind Gundelah zurückgewiesen. Heute fordert die LINKE ihren Rücktritt – sie sei unfähig.
HafenCity-Uni: Ausschuss stoppt Senatsvorlage
Der Haushaltsausschuss hat Wissenschaftssenatorin Gundelach heute Abend gezwungen, ihre Senatsdrucksache zu den Plänen der HafenCity-Universität zurückzuziehen. „Das ist eine Ohrfeige für die Wissenschaftssenatorin – und die Quittung für unausgegorene Bauabsichten“, sagte die SPD-Hochschulsprecherin Dorothee Stapelfeldt. Die Senatorin war zuvor durch die Opposition – der sich die Regierungsfraktionen anschlossen – aufgefordert worden, die Vorlage zurückzuziehen. Nun soll der Haushaltsausschuss in rund vier Wochen erneut beraten.