Die SPD-Fachsprecherin für Verkehrspolitik, Karin Timmermann, hat Senat und CDU eine falsche Schwerpunktsetzung in der Verkehrspolitik vorgeworfen. „Wir finden Kreisverkehre nett. Aber wir glauben, dass es in der Hamburger Verkehrspolitik wichtigere Themen und größere Probleme gibt“, sagte Timmermann.
Zuvor hatte der Senat mitgeteilt, er wolle in den kommenden Jahren 100 Straßenkreuzungen zu Kreisverkehren umbauen. Die CDU will auf den Flächen innerhalb der Kreisverkehre verstärkt Kunstwerke präsentieren.
„Das sind alles schöne Ideen. Sie ändern am Grundproblem der Hamburger Verkehrspolitik aber wenig – am täglichen Stau“, sagte Timmermann. Dass der Bausenator zur Vorstellung seiner Pläne aber zu spät komme, weil er – nach eigener Aussage – im Stau gesteckt habe, untermauere die Ansicht der SPD: „Stau und Verkehrschaos müssten für den Senat auf der Agenda stehen, weniger Kosmetik durch Kunst im Kreis.“ Hamburg stehe streckenweise still. Der Stau gehöre zum Alltag. Die Koordination von Baustellen sei enorm verbesserungswürdig, der Verkehrsfluss ebenso. „Hier sollte der Senat ansetzen“, sagte Timmermann.