Streiks bei Amazon werden fortgesetzt

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) setzt ihre Streiks beim Versandhandelsunternehmen Amazon am Freitag und Samstag, 30. und 31. Mai 2014, fort. Die Beschäftigten der Versandzentren in Bad Hersfeld sind mit Beginn der Nachtschicht zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen, die Beschäftigten in Leipzig schließen sich mit Beginn der Frühschicht an. Der Streik dauert bis Samstag bis zum Ende der Spätschicht.

„Die Weigerung von Amazon, über einen Tarifvertrag zu sprechen, zeugt von mangelndem Respekt und fehlender Wertschätzung gegenüber der Leistung der Beschäftigten“, sagte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger. „Nur ein Tarifvertrag bietet den Kolleginnen und Kollegen bei Amazon Sicherheit und Planbarkeit – für ihre Bezahlung, für gute Arbeitsbedingungen und ihre berufliche wie private Perspektive.“

Zur Unterstützung der Streikenden wird der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske am Freitag um 11 Uhr an der Streikkundgebung in Leipzig teilnehmen. „Wir werden nicht hinnehmen, dass Amazon dauerhaft daran festhält, einseitig und willkürlich Bezahlung und Arbeitsbedingungen festzulegen“, betonte Nutzenberger. Als erster Schritt hin zu einem Tarifvertrag seien Lohnerhöhungen bei Amazon nötig. Während die Beschäftigten im Tarifbereich Einzel- und Versandhandel im vergangenen Jahr Entgeltsteigerungen von 5,1 Prozent in zwei Stufen erreicht hatten, gab es für Beschäftigte bei Amazon lediglich eine Erhöhung um durchschnittlich zwei Prozent. Für dieses Jahr sind beim weltgrößten Versandhändler bislang keine Erhöhung und kein Urlaubsgeld vorgesehen.

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