Der Flughafen-Streik wird morgen fortgesetzt. Der Arbeitskampf der unterbezahlten Sicherheitsleute hat bereits heute in Fuhlsbüttel zu zahlreichen Ausfällen geführt. Die private Sicherheitsfirma setzt auf Streikbrecher, Innenminister und Flughafenleitung schauen dabei zu.
Bis genau 14.00 Uhr hatte der Arbeitgeber Zeit, ein einigungsfähiges Angebot zu unterbreiten. Statt eines Angebotes werden 20 Streikbrecher eingesetzt. „Vor den Passagierkontrollstellen kommt es zu mehrstündigen Wartezeiten. Bevorzugte Sicherheitskontrollen (z. B. Fast Lane) sind mangels Kapazität nicht möglich“, teilte die Flughafenleitung heute mit.
„Wir haben mehrfach unsere Dialogbereitschaft zum Ausdruck gebracht. Im Interesse der Fluggäste haben wir unseren Arbeitskampf, den wir nicht hätten ankündigen müssen, am Vortag rechtzeitig bekannt gegeben. Wir halten unser Wort“, so Verhandlungsführer Peter Bremme.
Der Warnstreik wird am 15. Februar 2013 ab 3.45 bis 23.00 Uhr fortgeführt.
ver.di weiter: „Der Einsatz von Streikbrechern entbehrt jegliches Verständnis. Statt diesen Streik zu beenden, wird erneut Öl ins Feuer gegossen, indem fremdes Personal eingesetzt wird. Es ist nicht nachvollziehbar, dass das Bundesinnenministerium sowie die Fluggesellschaften es zulassen, dass das Unternehmen Piepenbrock ihnen förmlich „auf der Nase tanzt“.“
„Mit Verständnis und Rücksicht auf viele unbeteiligte Fluggäste fordern wir das Unternehmen Piepenbrock auf, den Urlaub während der Märzferien nicht mit einer Streikwelle zu gefährden. Statt Almosen erwarten wir ernst zu nehmende Angebote“, so Bremme.
Das Unternehmen Piepenbrock habe maßgeblichen Einfluss darauf, diesen Streik zu beenden. Die Bürger und Passagiere werden gebeten, sich telefonisch oder per Mail direkt an das Unternehmen zu wenden und dazu aufzufordern, ein akzeptables Angebot zu unterbreiten