Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ruft am 15. Juli die Beschäftigten des privaten Versicherungsgewerbes in Hamburg ab Dienstbeginn zum Streik auf. Der Streik in Hamburg ist Teil der bundesweiten zweiten Streikphase, die sich gegen die Ankündigung der Arbeitgeber der Versicherungsunternehmen (AGV) richtet, die Arbeitsbedingungen in der Branche nachhaltig zu verschlechtern.
Die Gewerkschaft fordert die Arbeitgeber auf, endlich in Entgeltverhandlungen mit ver.di einzutreten. Die dritte Verhandlungsrunde war am 31. Mai gescheitert. Seit dem ist kein neuer Verhandlungstermin vereinbart worden.
Christiane Stascheit, die in Hamburg zuständige Gewerkschaftssekretärin, erwartet am Freitag wieder eine hohe Streikbeteiligung: „Unserem letzten Aufruf am 20.Juni folgten ca. 2.000 Kolleginnen und Kollegen und an deren Empörung hat sich nichts geändert. Die Beschäftigten fordern eine angemessene Gehaltserhöhung, und zwar ohne Vorbedingungen und angekündigte Verschlechterungen von Seiten der Arbeitgeber.“
ver.di fordert für die bundesweit ca. 175.000 Beschäftigten des Versicherungsgewerbes eine Anhebung der Gehälter um sechs Prozent, mindestens 150€.