Der Tarifkonflikt zwischen der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und dem Postbank Filialvertrieb spitzt sich weiter zu. ver.di droht mit Arbeitsniederlegungen im Postbank- Filialbereich.
Die Verhandlungen über eine neue Entgeltstruktur wurden aufge-nommen, sie verlaufen jedoch äußerst schwierig und schleppend. Ungeachtet der Forderung nach einer neuen Entgeltstruktur fordert ver.di für die bundesweit ca. 10.000 Beschäftigten darüber hinaus:
1. 6,5 Prozent mehr Lohn
2. 75 Euro mehr Auszubildenden-Vergütung
3. Laufzeit 12 Monate ab 01.06.2013.
4. Beteiligung der Postbeamten
Die Friedenspflicht endete bereits am 31.05.2013.
Über den aktuellen Verhandlungsverlauf werden die rund 800
Beschäftigten aus Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern im Rahmen einer Betriebsversammlung am Mittwoch, 19.06.2013, informiert. Aus diesem Grund bleiben viele Filialen in Norddeutschland an diesem Tag geschlossen.
„Die Beschäftigten erwarten in der kommenden Verhandlungsrunde am 24./25.06.2013 eine tragfähige Lösung“, so der zuständige Lan-desfachbereichsleiter Nord/Hamburg Lars-Uwe Rieck.
„Sollte der Arbeitgeber weiter auf Zeit spielen, werden wir die Tage bis zur vorerst letzten Verhandlungsrunde am 10./11. Juli für sogenannte ‚erkenntnisfördernde‘ Maßnahmen in den Filialen im Norden nutzen“, kündigt Rieck an.
Hinweis für die Redaktionen:
Die Betriebsversammlung findet am 19.06.2013 ab 10.00 Uhr im
Cinemaxx Hamburg (Dammtordamm 1) statt.
Zwischen 10.15 Uhr und 10.45 Uhr werden die Beschäftigten vor dem Cinemaxx eine kreative Frühstückspause einlegen. Dann soll eindrucksvoll veranschaulicht werden, was die Beschäftigten von einer derzeit vergleichbaren Bezahlung als Mitarbeiter im Einzelhandel halten, obwohl sie Verantwortung und Aufgaben der Bankdienstleistung übernehmen.
Für Rückfragen:
Lars- Uwe Rieck unter 0160 / 4741179