Die Gewerkschaften verlangen Respekt gegenüber den Bauarbeitern und Planern beim Autobahnausbau der A7 zwischen Bordesholm und dem Hamburger Elbtunnel. „Dieses grenzüberschreitende Großprojekt ist Knochenarbeit. Eine Verkehrsallianz aus Wirtschaft und Politik verlangt seit langem, dass die Infrastruktur endlich in Schuss gebracht wird. Deshalb sollte diese Maloche nicht miesgemacht werden – wichtig sind stetige Informationen und eine Erklärung dessen, was gerade passiert. Am Ende aller Bauarbeiten wird der Norden als Drehscheibe der Wirtschaft davon erheblich profitieren“, sagte Uwe Polkaehn, Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes Nord (DGB Nord).
Die A 7 wird in den kommenden Jahren in Hamburg auf acht und in Schleswig-Holstein auf sechs Spuren ausgebaut. Der gesamte Ausbau betrifft eine Strecke von rund 65 Kilometern vom Hamburger Elbtunnel bis zum Bordesholmer Dreieck.
Uwe Polkaehn: „Es ist wichtig, dass der Infrastrukturstau im Norden jetzt Stück für Stück aufgelöst wird. Dazu gehören moderne Straßen, aber auch Investitionen in die Wasserwege und den Schienenverkehr, das müssen wir auch der Bundesregierung immer wieder sagen. Jede Baumaßnahme ist mit Unannehmlichkeiten verbunden, aber den härtesten Job haben die, die hier Tag für Tag ihre Schichten kloppen. Deshalb erwarte ich, dass allen, die an dieser Herkulesaufgabe beteiligt sind, Respekt und Anerkennung entgegen gebracht werden. Die störungsfreie Baustelle gibt es nicht. An die Arbeitgeber und Medien geht daher die Bitte, das Vorhaben konstruktiv zu begleiten. Niemand sollte den Wirtschaftsstandort und den Tourismus zwischen Nord- und Ostsee in dieser wichtigen Phase beschädigen. Deshalb: Jetzt lasst mal die Fachleute ran. Bauen können die am besten.“