Strahlen-Fackeln: Alarm auf Sylt

Über einen Importeur aus Nordrhein-Westfalen sind bundesweit schwach radioaktiv belastete Gartenfackeln aus Indien (sog. Fes-Fackeln) in den Handel gelangt. Betroffen in Schleswig-Holstein ist nach Angaben des Ministeriums für technischen Verbraucherschutz ein Händler auf der Insel Sylt.

Mitarbeiter des Strahlenschutzes aus dem Umweltministerium waren am Wochenende vor Ort und haben fünf FES-Fackeln vorgefunden, von denen zwei radioaktiv belastet sind.

Drei der fünf Fackeln zeigten keinerlei Anzeichen von Radioaktivität. Die belasteten Fackeln (originalverpackt) zeigten an der Oberfläche der Verpackung ca. 35 µSv/h (Mikro-Sievert). Die Innenbecher zeigten bei Messungen im Inneren Werte von ca. 100 µSv/h.

Die zwei belasteten Fackeln wurden sichergestellt und sind sicher zwischengelagert. Messungen des Strahlenschutzes haben ergeben, dass bei einer Messung im Behälter der Gartenfackel nach 10 bis 15 Stunden die Grenze der tolerierbaren Jahresbelastung für einen Menschen erreicht werden kann. Da die Fackeln üblicherweise im Garten in weit größeren Abständen genutzt werden, ist daher nach Einschätzung von Strahlenschutzexperten eine Gefahr für den Menschen auszuschließen.

Zur Zeit werden Recherchen zum möglichen Vorhandensein weiterer belasteter Fackeln bundesweit sowie in Schleswig-Holstein durchgeführt, so das Ministerium.

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