Die Arbeitgeber haben ihre Chance verpasst: Das Wachpersonal am Hamburger Flughafen legt morgen von 3.45 bis 23.00 Uhr die Arbeit nieder. Und der „Flexi-Streik“ könnte noch härter werden.
Trotz mehrfacher Aufforderung der Gewerkschaft ver.di, ein einigungsfähiges Angebot für die Luftsicherheitsassistenten anzubieten, hält der Arbeitgeberverband BDSW weiterhin an seiner Hinhaltetaktik fest. ver.di dazu: „Hintergrund ist, dass das Unternehmen Piepenbrock ein abschlussfähiges Angebot bislang verweigert.
ver.di hat dafür wenig Verständnis. Schließlich wird die Tariferhöhung vom Bundesministerium des Innern refinanziert. Hier wird von einem Familienunternehmen eine Streikwelle provoziert, die Auswirkung auf tausende von unbeteiligten Fluggästen hat.“
„Unser Ziel ist es nicht, die Flexi-Streiks in die Hamburger Ferienzeit auszuweiten. Wir sind dialogbereit – wir sind aber nicht bereit, die arbeitgeberseitige Hinhaltetaktik unkommentiert und kampflos hinzunehmen. Deshalb rufen wir heute zu einem Streik auf.
Das Unternehmen Piepenbrock hat täglich die Möglichkeit, diese Streikwelle im Sinne der Beschäftigten und mit Rücksicht auf die Fluggäste abzuwenden. Liegt bis Donnerstag, 14.00 Uhr kein tragfähiges Angebot vor, werden wir zeitnah bekannt geben, wie wir den Arbeitskampf fortführen“, so der zuständige Verhandlungsführer Peter Bremme.
ver.di fordert für die Luftsicherheitsassistenten einen Stundenlohn von 14,50 Euro.