Stellenabbau – was sind die Folgen?

Der Hamburger Senat plant laut Medienberichten einen Personalabbau durch höhere Abfindungszahlungen und freiwillige Kündigungen. Wenn das Angebot vor allem junge Arbeitnehmer annehmen, steht die Alterspyramide Kopf in Hamburgs Behörden und Ämtern. Auch der Service dürfte leiden.

Hamburgs DGB-Vorsitzender Uwe Grund: „Alleingänge lehnen wir ab: Es ist höchste Zeit, zu einem ordentlichen Beteiligungsverfahren in dieser Sache zurückzukehren – bei allen Überlegungen des Senats müssen die Arbeitnehmer und ihre Vertretungen von Anfang einbezogen sein.

Einem weiteren Personalabbau stehen die Gewerkschaften kritisch gegenüber, denn er würde zwangsläufig zulasten der Kernverwaltung gehen und die Dienstleistungen für die Bürger schmälern. Welche Aufgaben aber mit den Stellen verschwinden sollen, verrät der Senat nicht. Ein beschleunigter Personalabbau ohne wirksame Aufgabenkritik und Maßnahmen zur Arbeitserleichterung wird vom DGB daher scharf verurteilt.

Der angedachte Personalbbau wird noch kontraproduktiver, wenn er zum Ausscheiden jüngerer und qualifizierter Mitarbeiter führt. Nötig sind Altersteilzeit und andere Maßnahmen, aber keine Kündigungswelle, die die Alterspyramide im öffentlichen Dienst weiter auf den Kopf stellt. Außerdem muss verhindert werden, dass zu diesen Maßnahmen noch ein weiterer Stellenabbau kommt, um neue Stellen in Wachstumsbereichen zu refinanzieren.“

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