Im Zusammenhang mit dem geplanten drastischen Stellenabbau bei der Barmer GEK fordert die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) umgehend die Aufnahme von Tarifverhandlungen zum Schutz der Beschäftigten und zur Vermeidung betriebsbedingter Kündigungen. „Es darf keinen Kahlschlag zu Lasten der Versicherten und der Beschäftigten geben“, betonte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Isolde Kunkel-Weber am Montag in Berlin.
Am Wochenende hatte die Barmer GEK ihre Umbaupläne öffentlich gemacht. Den Angaben zufolge will die Krankenkasse ihr Geschäftsstellennetz auf 400 Standorte bundesweit halbieren und dabei 3.500 Stellen abbauen.
Offensichtlich wolle die Barmer GEK mit ihrer Ankündigung vollendete Tatsachen schaffen. „Wenn tatsächlich ein sozialverträglicher Umbau gewollt ist, geht das nur mit enger Einbindung der Beschäftigten und ihrer Vertreter. Ein Tarifvertrag zur Reorganisation und zur Vermeidung betriebsbedingter Kündigungen ist deshalb unverzichtbar“, stellte Kunkel-Weber klar.
Enttäuschend sei in diesem Zusammenhang, dass die Beschäftigten von den Umbauplänen zuerst aus den Medien erfahren hätten. „Das ist ein Umgang, wie ihn die vielen langjährigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht verdient haben“, betonte Kunkel-Weber.