Nach mehreren Verzögerungen soll die Flughafen-S-Bahn nun im nächsten Jahr den Betrieb aufnehmen. Für den stadtentwicklungspolitischen Sprecher der SPD-Bürgerschaftsfraktion Jan Quast Anlass, eine Kleine Anfrage an den Senat zu richten, um zu erfahren, ob die Betriebskosten der neuen S-Bahn gedeckt sind.
Bereits im Jahr 1999 wurde der Öffentlichkeit ein von Senat und Handelskammer ausgehandeltes Finanzierungs- und Betriebskonzept vorgestellt, welches zur Deckung der jährlichen Betriebskosten von damals geschätzten 13 Millionen DM folgende Vereinbarung beinhaltete:
Rund 50 Prozent der Betriebskosten (7 Millionen DM) sollten durch ein neu einzuführendes HVV-Fluggast-Kombiticket, das alle Passagiere des Flughafens Fuhlsbüttel erhalten sollen und sie zur Fahrt im gesamten Netz des HVV berechtigt, gedeckt werden.
Rund 25 Prozent der Betriebskosten (3,5 Millionen DM) sollten durch zusätzlich ausgegebene HVV-Großkunden-Abonnements für die rund 13.000 Beschäftigten am Flughafen bestritten werden.
Der Rest sollte aus der Übertragung des Betriebskostenzuschusses für die wegfallende Buslinie 110 zwischen dem Bahnhof Ohlsdorf und dem Flughafen (1,7 Millionen DM) und aus dem Verkauf von Einzelfahrscheinen aufgebracht werden.
Quast will jetzt vom Senat erfahren, inwieweit das Konzept zwischenzeitlich durch Vereinbarungen mit den am Flughafen ansässigen Firmen und den Luftfahrtgesellschaften, die in Hamburg starten, abgesichert wurde.