Staatsanwalt lässt überraschend Krümmel durchsuchen

Überraschend hat die Polizei heute den Leitstand und Büroräume des Atomkraftwerks Krümmel durchsucht. Grund sind offenbar Meldungen, dass beim Brand im Trafogebäude auch Rauchgas in den Leitstand des Kraftwerks gedrungen ist. Der Reaktorfahrer musste Atemschutz anlegen. Weil nicht auszuschließen ist, dass er trotzdem Vergiftungen oder andere Verletzungen erlitt, könnte der Tatbestand der Körperverletzung gegeben sein – da kann die Staatsanwaltschaft eingreifen.

Die Grünen in Schleswig-Holstein forderten heute mit einer Demonstration vor dem Landtag, die Kraftwerke in Brunsbüttel und Krümmel sofort abzuschalten.

Zur Durchsuchung des AKW Krümmel durch die Staatsanwaltschaft erklärt der stellvertretende Vorsitzende der GAL-Bürgerschaftsfraktion Christian Maaß: „Es ist unfassbar, dass Vattenfall offenbar brisante Informationen über den Störfall geheim halten will und die Staatsanwaltschaft zu Mitteln greifen muss, die normalerweise für kriminelle Vereinigungen vorbehalten sind. Einer solchen Organisation kann man nicht den Betrieb von gefährlichen Kernreaktoren überlassen.“ Maaß fordert, dass jetzt mit dem Entzug der Betriebserlaubnis ernst gemacht wird.

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