St. Georg schützen – Wohlers erhalten

Mieterhöhungen und Spekulation zerstören das Stadtteilleben und eine Buchhandlung, die untrennbar mit St. Georg verbunden schien: ver.di-Landeschef Wolfgang Rose unterstützt den Einwohnerverein St. Georg von 1987 e. V. in seinem Kampf für die „Buchhandlung Dr. Robert Wohlers“.

„Mit der Schließung der „Buchhandlung Dr. Robert Wohlers & Co“ in der Langen Reihe 68/70 nach 79 Jahren zum 31. Dezember 2012 verliert der Stadtteil St. Georg wieder eine vertraute Adresse. Und hier wie an vielen anderen Stellen sind es meist überzogene Mieterhöhungsverlangen, die kleine, inhabergeführte Geschäfte und alteingesessene Mieter aus ihrem Viertel vertreiben“, sagte Rose:

„Es ist inakzeptabel, dass der Stadtteil, in dem sich auch das Hamburger Gewerkschaftshaus befindet, immer mehr zum Spekulationsobjekt gemacht wird. Der Einwohnerverein spricht davon, dass der Vermieter der Buchhandlung „Wohlers“, die Firma Frank Jendrusch & Partner (die einst von einem späteren FDP-Fraktions- und Landesvorsitzenden mit aufgebaut worden war), die Miete von bisher 1.400 Euro auf zukünftig 4.100 Euro anheben will. Eine von Gier angetriebene Geschäftspolitik aber zerstört die gewachsene Strukturen. Dagegen muss sich nicht nur St. Georg wehren, sondern die ganze Stadt.

Deshalb unterstütze ich die Forderungen des Einwohnervereins. Der Senat soll sich bundesgesetzlich für die Durchsetzung von Instrumenten zur Deckelung von Gewerbemieten einsetzen.

Die Erhaltensverordnung für private Mietwohnungen ist ein erster wichtiger Schritt. Es sind weitere Schritte nötig, die wenigen, noch existenten inhabergeführten Läden unter Milieuschutz zu stellen und auf Bundesebene eine Initiative zur Schaffung einer Mieterschutzgesetzgebung für kleine Gewerbetreibende zu ergreifen. Und ich erwarte, dass vom Vermieter ein faires Mietangebot gemacht wird, dass für kleine Unternehmer tragbar ist.“

ver.di unterstützt die Demonstration für den Erhalt der Buchhandlung Wohlers am Mittwoch, dem 6. Juni 2012 (Auftaktkundgebung um 18.00 Uhr, Lange Reihe 68/70, Schlusskundgebung um 19.00 Uhr, Hansaplatz).

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