SPD will Deckel-Pläne sehen

Die SPD-Bürgerschaftsfraktion hat den Senat aufgefordert, konkrete Pläne für den Deckel über die A7 vorzulegen. „Wir begrüßen, dass die Handelskammer einen durchfinanzierten Vorschlag für die Überdeckelung der A7 gemacht hat“, sagte der stadtentwicklungspolitische Sprecher der Fraktion, Jan Quast. „In Wirklichkeit gibt es keine sinnvolle städtebauliche Alternative zum Deckel. Deshalb ist es ärgerlich, dass der Senat selbst noch keine Pläne vorgestellt hat, obwohl die Zeit drängt.“

Die Fläche des Deckels biete sich als eine neue zentrale grüne Zone für Altona an, die den Volkspark mit der Elbe verbindet, so Quast. Dieser Gedanke ließe sich gut mit der Schaffung von Kleingartenparzellen auf dem Deckel verbinden. „Es ist aber eine städtebauliche Gesamtplanung erforderlich, die die Pläne für den Volkspark und die Trabrennbahn mit einbezieht.“

Inwieweit die zur Finanzierung des Projektes vorgesehenen Flächen tatsächlich verfügbar gemacht werden könnten, bedürfe einer genauen Prüfung, die nicht ohne die Betroffenen möglich sei. „Die Stadt darf sich jedenfalls nicht aus der Verantwortung stehlen, indem sie die Lasten für den Bau des Deckels allein den Kleingärtnern aufbürdet“, warnte Quast.

Die Einbeziehung der von den Lärmschutzmaßnahmen Begünstigten in die Finanzierung sei eine interessante Idee, die auch für andere Planungen diskutiert werden sollte. „Sie muss in der Realisierung aber sozial verträglich gestaltet sein“, forderte der Stadtentwicklungspolitiker. „Wir wollen, dass jetzt alle Betroffenen wie Grundeigentümer und Kleingärtner sowie die Politik an einen Tisch geholt werden, um die Realisierungsfähigkeit des Vorschlags auszuloten.“

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