Die Digitalisierung ist die Revolution des 21. Jahrhunderts. Sie wird das Wirtschaften, Leben und Arbeiten verändern. Am Dienstag hat die SPD-Bundestagfraktion ein Positionspapier zur „Industrie 4.0“ beschlossen.
Das Stichwort „Industrie 4.0“ ist derzeit in aller Munde. Dahinter steckt nach Dampfmaschine, Fließbändern und Automatisierung die vierte industrielle Revolution. Doch worum geht’s dabei genau? Es geht um die internetbasierte Vernetzung von Produktentwicklung, Produktion, Logistik und Kundenmanagement.
So wie sich die Industrie grundlegend wandelt, wird das digitale Zeitalter auch die Arbeitswelt tiefgreifend verändern. Es wird künftig darum gehen, ökonomische Rahmenbedingungen zu schaffen, die Arbeitswelt neu zu gestalten und für IT-Sicherheit zu sorgen. „Diese Veränderungen wollen wir gestalten“, betonte der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Fraktion Dirk Becker am Mittwoch in Berlin.
In einem Positionspapier [PDF, 599 kb] bezieht die SPD-Fraktion ausführlich Stellung, setzt sozialdemokratische Leitplanken und zeigt Ansätze auf, wie die Herausforderungen der Industrie 4.0 gemeistert werden können.
Ein Fokus sozialdemokratischer Politik für Industrie 4.0 liegt dabei auf den Fragen von Aus- und Weiterbildung und der Zukunft der Mitbestimmung in den Unternehmen. Die Beschäftigten in der Produktion und in den damit zusammenhängenden Dienstleistungen sollen mit der Geschwindigkeit der Digitalisierung Schritt halten können. „Nur über starke Mitbestimmungsrechte kann ein Weg von technischer Revolution zu sozialem Fortschritt gefunden werden“, sagte Becker.
Arbeiten 4.0: Arbeit weiter denken
Ein wichtiges Thema, das auch Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles bewegt. Sie will Arbeit weiter denken. Gemeinsam mit den Menschen. Deshalb hat sie jüngst den Dialog „Arbeiten 4.0“ gestartet.
Für die Industrienation Deutschland beinhaltet „Industrie 4.0“ große Potenziale. Deshalb will die SPD-Fraktion gleichzeitig den technologischen und unternehmerischen Kern des Themas nicht vernachlässigen: Sie will Industrie 4.0 vorantreiben durch den Ausbau der Digitalen Infrastruktur, die Unterstützung der Wirtschaft bei Normierungs- und Standardisierungsprozessen, die Förderung von Forschungsanstrengungen und durch die finanzielle Unterstützung von IT-Startups gerade in der Wachstumsphase.
Ab 29. Juni mitdiskutieren: Das digitale SPD-Grundsatzprogramm
Im Dezember wird die SPD als erste Partei Deutschlands auf ihrem Bundesparteitag ein Grundsatzprogramm für die digitale Gesellschaft beschließen. Auch die Bundespartei hat den Fokus auf die Frage gerichtet, was die Digitalisierung für unsere Zukunft bedeutet. Die Entwicklung des Grundsatzprogrammes läuft bereits und Sie können mitdiskutieren: Ab dem 29. Juni einfach auf digitalLEBEN.spd.de klicken und eigene Ideen einbringen.