SPD: Hamburger DOM nicht privatisieren

Die SPD-Bürgerschaftsfraktion will den Volksfestcharakter des Hamburger Doms erhalten und lehnt seine Privatisierung ab.

Eine Privatisierung des Hamburger DOMs, so wie es der Rechnungshof in seinem Abschlussbericht 2013 ins Gespräch gebracht hat, wird es mit der SPD-Fraktion nicht geben. „Wir sind stets dankbar für die kritische Begleitung des Hamburger Rechnungshofes und nehmen seine Hinweise und Anregungen sehr ernst. Aber beim Hamburger DOM ist unsere Haltung eindeutig. Eine Privatisierung würde die städtische Einflussnahme maßgeblich einschränken oder beseitigen und birgt unseres Erachtens die Gefahr einer erheblichen Anhebung der Preise. Der DOM ist aber ein Volks- und Familienfest – und diesen Charakter wollen wir erhalten. Der DOM darf nicht zu einer Veranstaltung werden, die der Gewinnmaximierung eines privaten Unternehmens dient“, so die SPD-Abgeordnete Dorothee Martin, Mitglied im Wirtschaftsausschuss.

Martin hat in der Bürgerschaft darauf hingewiesen, dass eine Erhöhung der Standgebühren durch die Stadt, wie sie der Rechnungshof vorschlägt, zu einer Verdreifachung der heutigen Kosten für die DOM-Beschicker führen könnte. „Das würde dann über die Preise auf die Besucherinnen und Besucher abgewälzt. Und damit wäre der Volksfestcharakter massiv gefährdet. Standplätze für die Schausteller dürfen logischerweise nicht verschenkt werden. Aber gerade durch moderate Standgebühren und den städtischen Einfluss ist es möglich, dass auch kleinere und ‚exotischere‘ Schausteller auf dem DOM vertreten sind, die das Besondere und die Vielfalt ausmachen. Gerade dadurch ist es möglich, dass auf dem DOM auch kulturelle Angebote stattfinden können, wie etwa durch Aufführungen von Kampnagel beim diesjährigen Frühjahrsdom. Und gerade dadurch ist es möglich, dass die meisten Schausteller immer mittwochs beim Familientag auf dem DOM ermäßigte Preise anbieten können. Die Durchführung durch die Stadt sichert diesen Charakter als familiengerechtes Volksfest und trägt damit wesentlich zum Erfolg und der Anziehungskraft des DOMs bei. Daran sollten wir nicht rütteln.“

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