SPD fordert Berufsschulpakt

Der DGB-Ausbildungsreport beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit den Berufsschulen. Die SPD-Bundestagsfraktion hat sich dazu schon positioniert und fordert einen Berufsschulpakt.

„Das Ergebnis des diesjährigen Ausbildungsreports der DGB-Jugend zeigt deutlichen Handlungsbedarf. Die bauliche und technische Ausstattung vieler Berufsschulen ist veraltet und muss im Hinblick auf die Digitalisierung der Arbeitswelt – Stichwort Arbeit 4.0 – dringend verbessert werden. Die Kommunen sind überfordert, Renovierung, Modernisierung und Neubau ihrer Berufsschulen aus eigener Kraft zu finanzieren. Es darf aber nicht sein, dass es von der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit einer Kommune abhängt, wie die Berufsschulen vor Ort aufgestellt sind. Wer A sagt und die Berufsbildung hochhält, muss auch B sagen und die Berufsbildung bezahlen. Deshalb gilt es nun, das System mit Bundesmitteln zu unterstützen.

Wenn es nicht gelingt, die Berufsschulen bzw. die Berufsbildung zukunftssicher und zukunftsfest zu machen, müssen wir uns über den Industriestandort Deutschland ernsthaft Gedanken machen.
Zudem gilt es, die Universitäten dazu anzuhalten, die berufspädagogischen Bereiche auszubauen und für mehr Studenten zu werben. Auch im viel kritisierten Übergangssystem sollte die Berufsschule eine größere Rolle spielen, indem z.B. die Berufsvorbereitung dort konzentriert wird, wo das Know-how sitzt. Die SPD-Bundestagsfraktion hat in einem Positionspapier dargelegt, wie dies umzusetzen ist. Es bildet auch den Schwerpunkt in der Nationalen Bildungsallianz der SPD.

Um die duale Ausbildung zukunftsfest zu machen, muss die Reform des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) jetzt angepackt werden. Dies hat die CDU/CSU, ungeachtet der Handlungsempfehlungen von Fachleuten, bisher verhindert.

Der DGB-Ausbildungsreport 2017 zeigt, dass schnell gehandelt werden muss, um die Attraktivität der dualen Ausbildung zu stärken und das System zukunftssicher zu machen.“

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