Die SPD-Bürgerschaftsfraktion hat das finanzielle Engagement des Bundes beim Bau der Lärmschutzmaßnahmen an der A7 begrüßt. Es gehe dabei nicht nur um Lärmschutz für geplagte Anlieger – auch die künstliche Trennung von Bahrenfeld und Othmarschen könne gemildert werden.
„Die Entscheidung des Bundesverkehrsministeriums bedeutet weit mehr, als nur einen Schub für den Lärmschutz. Der Senat bekommt durch die Mittel die Chance, dass die von der Autobahn durchschnittenen Stadtteile Bahrenfeld und Othmarschen zusammenwachsen können. Er sollte diese Chance nutzen. Der Deckel sollte vor allem in Bahrenfeld verlängert werden um die Trennungswirkung der A 7 nicht nur punktuell sondern auf einer längeren Strecke zumindest deutlich abzuschwächen“, sagte der SPD-Fachsprecher für Stadtentwicklungspolitik, Jan Quast.
Die neue Bürgerschaft werde über die Finanzierung des Hamburger Anteils und gemeinsam mit den Bezirksversammlungen über die städtebaulichen Perspektiven entscheiden, sagte Quast weiter. „Wir werden uns für eine zügige Beratung und Beschlussfassung gleich nach der Konstituierung der Bürgerschaft einsetzen.“
SPD-Verkehrsexpertin Karin Timmermann forderte den Senat auf, jetzt konsequent eine komplette Überdeckelung der A 7 im Bereich Bahrenfeld/Othmarschen anzustreben. Auch Timmermann begrüßte die Entscheidung des Bundesministeriums. Es sei zu wünschen, dass die technisch anspruchsvollen Bauarbeiten nicht zu einer Verkehrsverlagerung in die Stadt führen. „Die A7 ist tagsüber stark befahren. Wenn ihre Kapazität durch die Bauarbeiten eingeschränkt ist und Autofahrer einen Weg außerhalb der Autobahnrinne wählen, wird es in jeder Hinsicht eng“, sagte Timmermann.