Zum Generali Konzern in Hamburg gehören unter anderem auch die Unternehmen Aachen Münchener Versicherung und die Vertriebsgesellschaft der Volksfürsorge. Allein im Haus am Besenbinderhof 43, dem ehemaligen Hauptsitz der Volksfürsorge, arbeiten insgesamt ca. 2.000 Beschäftigte der Unternehmensgruppen Generali und Volksfürsorge.
Im Rahmen eines Sparprogrammes der Generali Deutschland soll nun der Volksfürsorge Innenvertrieb in die Strukturen der Generali integriert werden, um Synergien zu schaffen und, wie Generali Deutschlandchef Dietmar Meister angekündigt hat, um kräftig zu sparen. Mit dem Projekt Opex wurde weiterhin beschlossen, die Bereiche Personal, Vermögensverwaltung und IT in allen Töchtern zu prüfen und nach Möglichkeit zusammen zu legen.
Bei den geplanten internationalen Einsparungen von 1 Mrd. Euro beträgt der deutsche Anteil ca. 176 Mio. Euro.
„Und das soll auf Kosten der Kolleginnen und Kollegen erreicht werden“, sagt der zuständige ver.di-Sekretär Hans-Jürgen Klempau.
Aktuell für Hamburg bedeutet dies, dass derzeit insgesamt über 200 Kolleginnen und Kollegen der Volksfürsorge und der Generali in ihrer Existenz durch Arbeitsplatzabbau bzw. Arbeitsplatzverlagerung bedroht sind.
„Wir sind Menschen und keine Kostenfaktoren!“ sagen die Beschäftigten von Volksfürsorge und Generali und rufen gemeinsam mit der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) am 20. Februar zu einer Lichterketten-Aktion auf.
„Mit der Aktion soll den Vorständen ein Licht aufgehen. Ihnen muss klar sein, dass die Kolleginnen und Kollegen bereit sind, für ihre Arbeitsplätze und die Beibehaltung der Arbeitsbedingungen zu kämpfen, denn sie sind keine Spielbälle auf den Finanz- und Versicherungsmärkten dieser Welt“, so Klempau.