Nach der Bürgerschaftswahl am 15. Februar soll ein Thema ganz oben stehen im Regierungsprogramm: „Wir erwarten eine Politik für Gute Arbeit und gerechte Verhältnisse in allen Stadtteilen. Hamburg muss eine soziale Stadt sein, die allen Chancen bietet“, sagte Katja Karger nach dem Wahlhearing des DGB am Donnerstagsabend.
„Die Gewerkschaften finden mit ihren Anliegen Gehör im Senat. Das muss so bleiben, denn es gibt viel zu tun, um die soziale Spaltung der Stadt zu stoppen. Dazu gehören ein Landesmindestlohn, der Abbau von Sparzwängen, Equal Pay und gute Arbeitsbedingungen in der Privatwirtschaft wie im öffentlichen Dienst. In der reichsten Stadt Deutschlands muss Schluss gemacht werden mit Lohndumping, unsozialem Outsourcing und befristeter Arbeit“, so Hamburg DGB-Vorsitzende.
Vor der Wahl, nach der Wahl: Gute Arbeit
Den Fragen der Vertrauensleute, Betriebs- und Personalräte im Saal von „Pflegen und Wohnen“ an der Mundsburg stellten sich Andreas Dressel (SPD), Dietrich Wersich (CDU), Katharina Fegebank (Grüne), Katja Suding (FDP) und Dora Heyenn (Linke). Das Themenspektrum reichte den Arbeitsbedingungen in den Krankenhäusern, Kitas, Schulen und Industriebetrieben, der Finanzierung von Bildung und Infrastruktur, der Inklusion und Willkommenskultur für Flüchtlinge bis zur Einflussnahme auf öffentliche Unternehmen und Bundesratsinitiativen zu Werkverträgen und Vergaben. „Spannend, interessant, kontrovers“ sei der Disput vor der Wahl verlaufen, so Katja Karger: „Wenn viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zur Wahl gehen und im Betrieb ihre Gewerkschaft stark machen, können wir viel erreichen für eine solidarische Stadt, in der das Gemeinwohl im Zentrum der Politik steht.“