Sicherheitsdienste: Warnstreik am Flughafen

„Das war sehr krass, was da heute passiert ist“, jammerte ein Lufthansa-Sprecher: Die Beschäftigten im Sicherheitsbereich Aviation des Flughafens haben heute überraschend für einen neuen Manteltarifvertrag und das Ende von Heuern und Feuern gestreikt – es kam zu spürbaren Behinderungen.

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hatte heute die Beschäftigten der privaten Sicherheitsdienstleister an den Flughäfen Düsseldorf, Hamburg, Frankfurt/Main, Bremen und Hannover zu zweistündigen Warnstreiks aufgerufen. Es kam zu Behinderungen im Flugverkehr, da die Kontrollen zu den Fluggates bestreikt wurden. In Hamburg beteiligten sich ca.100 Beschäftigte am Warnstreik.

Um die Auswirkungen für die Passagierinnen und Passagiere möglichst gering zu halten, fanden die Streiks in den frühen Morgenstunden statt.

Hintergrund ist die laufende Tarifrunde, bei der auch über einen neuen Manteltarifvertrag verhandelt wird. „Der Ausdehnung befristeter Arbeitsverhältnisse und erzwungener Teilzeitarbeit muss endlich ein Riegel vorgeschoben werden“, forderte ver.di-Verhandlungsführer Andreas Sander. Darüber hinaus stehe die Begrenzung der regelmäßigen Arbeitszeit auf 208 Stunden für die Beschäftigten (§§ 8,9 Luftsicherheitsgesetz) bei vollem Lohnausgleich auf der Tagesordnung.

Außerdem müsse Schluss sein mit der Abrufpraxis der Bundespolizei, die vernünftige Schichtplanungen verhindere und Teilzeit forciere. „Die Folgen für die Beschäftigen sind katastrophal: Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf wird dadurch unmöglich gemacht, obendrein können die Beschäftigten von ihren Vergütungen kaum leben“, kritisierte Sander. Die Forderungen der Beschäftigten seien richtig und wichtig, um einheitliche Arbeitsbedingungen an allen Flughäfen zu erreichen, so der Gewerkschafter. Der nächste Verhandlungstermin ist für den 27. Juli vorgesehen.

Schreibe einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.