Von wegen „Kundenzentrum“: mindestens in der Langenhorner Chaussee ist das „Service“center von team.arbeit.hamburg alles andere, fasst die GAL-Nord zusammen. Eine Verbesserung der Zustände lehnt die Wirtschaftsbehörde jedoch ab.
„Nachfragen in der Agentur für Arbeit ist zwecklos,…“ steht an der Tür von team.arbeit.hamburg – zuständig allein für Langzeitarbeitslose – in der Langenhorner Chaussee. Auch sonst sind die Räumlichkeiten direkt gegenüber der Agentur für Arbeit wenig einladend. Deshalb machte die GAL-Fraktion Nord im Ausschuss für Gesundheit und Soziales Vorschläge, wie die Räumlichkeiten für die Wartenden angenehmer gestaltet und ausgestattet werden könnten, damit sich die Besucher als wirklich als „Kunden“ und nicht als Botenträger ihrer Papiere fühlen können.
Bei den Problemen, die die Erwerbslosigkeit für die meisten Menschen ohnehin mit sich bringt, ist es unnötig den Gang „zum Amt“ noch schwerer zu machen. Im Gesetz werden Erwerbslose, die zu team.arbeit.hamburg kommen und sich arbeitssuchend melden, Kunden genannt. Schade nur, dass die Kundenfreundlichkeit, schon bei der Ausstattung der Räumlichkeiten beim team.arbeit.hamburg, sehr zu wünschen übrig lässt.
Die Kundentoiletten sind bei der gegenüberliegenden Agentur für Arbeit untergebracht, d.h. bei team.arbeit.hamburg Wartende können am Ende der Öffnungszeiten nicht zur Toilette gehen, weil sie sonst bei der Rückkehr vor verschlossenen Türen stehen, die sich pünktlich automatisch verriegeln. Für Leute, die sich stundenlang in einem Gebäude aufhalten müssen, sollte der einfache Zugang zu einer Toilette und einem Wasserhahn selbstverständlich sein! Besuchern mit Kindern ist auch keine Möglichkeit gegeben, die Wartezeiten so zu überbrücken, dass auch Eltern ihre Unterlagen konzentriert durchsehen können. Es fehlt die Kinderecke! Münzkopierer und Getränkeautomat sucht man hier ebenfalls vergeblich.
Die Behörde für Wirtschaft und Arbeit hat den Antrag der GAL abgelehnt.
Dazu Dorle Olszewski, sozialpolitische Sprecherin der GAL im Bezirk Hamburg-Nord: “Die Stellungnahme der Behörde für Wirtschaft und Arbeit zu unseren Vorschlägen ist eine Ohrfeige für jede und jeden Arbeitssuchenden und bestätigt, dass die Sichtweise die das Gesetz vorgibt noch nicht in den Köpfen angekommen ist!“