Die SPD-Bürgerschaftsfraktion hat Innensenator Nagel für die Eskalation im Streit um das neue Schichtdienstmodell bei der Feuerwehr verantwortlich gemacht. „Wer so ignorant mit den Sorgen seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter umgeht, darf sich nicht wundern, wenn es Protest gibt. Jeder Versuch, diesen Protest zu kriminalisieren oder zu unterdrücken, wird zu einer weiteren Verschärfung der Lage führen“, sagte Dressel.
Er warnte Nagel davor, berechtigte Fragestellungen im eigenen Hause zu unterdrücken. „Das ist noch keinem Innensenator gut bekommen“, sagte der SPD-Innenexperte.
Es bestehe zudem der begründete Verdacht, dass der Innensenator bei der Diskussion um eine Hotline für Beschwerden über das neue Dienstzeitmodell im Innenausschuss die Unwahrheit gesagt hat. Dabei ging es unter anderem um die Frage, ob die Feuerwehrleute über die Einrichtung einer solchen Hotline überhaupt informiert worden sind – „das muss wohl eine Geheimnummer gewesen sein“, mutmaßte Dressel.
Er äußerte Zweifel daran, dass es diese Hotline bis zur Sitzung des Innenausschusses überhaupt real gegeben habe. Dressel kündigte an, diese und andere Fragen im Rahmen einer Kleinen Anfrage zu klären. „Wir werden weiter an der Seite der Feuerwehrleute für einen Dienstplan stark machen, bei dem die Familie nicht in die Röhre kuckt“, kündigte der SPD-Abgeordnete an.