Es geht um 3000 Jobs im Norden: Der Senat sieht die Bemühungen um den Verkauf der Provinzial Versicherung mit Sorge: „Der öffentliche Versicherungssektor ist ein wesentlicher Mosaikstein für unser Gemeinwesen.“
Der Senat begrüßt die Initiativen der Länder Nordrhein-Westfalen und Schleswig Holstein zum Erhalt der Provinzial als öffentlicher Versicherer. Hamburg wird alle Maßnahmen zur Sicherung der Provinzial als eigenständigen norddeutschen öffentlichen Versicherer unterstützen.
Senator Frank Horch: „Der öffentliche Versicherungssektor ist ein wesentlicher Mosaikstein für unser Gemeinwesen. Als öffentliches Dienstleistungsunternehmen unterstützt die Provinzial zahlreiche soziale, wissenschaftliche, sportliche und kulturelle Einrichtungen und Ereignisse wie Feuerwehren, Sportvereine und gemeinnützige Initiativen. Dieses soziale und gesellschaftspolitische Engagement muss erhalten bleiben. Auch die Selbstständigkeit der zur Provinzial gehörenden Feuerkasse Hamburg als ältestes, seit 1676 bestehendes Versicherungsunternehmen in Hamburg und der Erhalt ihrer Arbeitsplätze sind ein Ziel, das der Senat gemeinsam mit den übrigen betroffenen Bundesländern mit Nachdruck verfolgen wird.
Hamburgs DGB-Vorsitzender Uwe Grund, der gleichzeitig auch Aufsichtsratsmitglied der Provinzial Nordwest ist, hat davor gewarnt, die Privatisierungspläne der Provinzial-Versicherung und damit auch der Hamburger Feuerkasse bereits als abgewendet zu betrachten: „Das Problem ist noch längst nicht gelöst, ein Verkauf noch nicht vom Tisch.“
Der Vorstand des Sparkassen- und Giroverbandes Schleswig-Holstein hatte sich zwar heute gegen einen Verkauf der Provinzial Nordwest ausgesprochen. „Doch das ist erst ein Fünftel der Eigentümer. Der Rest sitzt in Westfalen und wird erst noch seine Entscheidungen treffen“, so Grund, „was in der weiteren Zukunft passiert, ist völlig offen.“