Schwarz-Grün gibt dem Senat ´was auf den Deckel

Der Senat hält das Geld zusammen: Die Verlängerung des Hamburger Autobahndeckels an der A 7 bis nach Othmarschen ist gestrichen. Wirtschafts- und Verkehrssenator Frank Horch sagte im Stadtentwicklungsausschuss der Bürgerschaft, der etwa 500 Meter lange Abschnitt des Deckels vor dem Elbtunnel sei zu teuer.

Laut Berechnung des Senats würde Hamburg 22 Millionen Euro für den Deckel zahlen, aber nur etwa drei Millionen Euro für neu gewonnene Flächen einnehmen. Insgesamt soll ein 3,5 Kilometer langer Autobahnabschnitt ab Schnelsen und Stellingen überdacht werden. Schwarz-Grün rügte den Senat. Der stadtentwicklungspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion, Hans-Detlef Roock, sagte: „Damit verspielt die SPD die letzte Chance ein für Hamburg großartiges und einmaliges städtebauliches Projekt zu verwirklichen.“ Ohne den Deckel auf dem letzten Teilstück würden die geplanten 800 Wohnungen im Othmarschen Park verlärmt, moniert die GAL. „Wir müssen alles daran setzen, dieses letzte Teilstück
umzusetzen. Dass nun eine öffentliche Anhörung und ein unabhängiges
Gutachten verhindert sowie Beschlüsse der Bezirksversammlung ignoriert
werden, ist nicht zu tolerieren“, sagte Christian Trede, Sprecher für Stadtentwicklung der GAL-Fraktion-Altona.

Der SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Andy Grote sagte, der Extra-Deckel sei zwar wünschenswert, aber finanzpolitisch nicht vertretbar. Auch CDU- und GAL-Senatsmitglieder seien zu ihrer Zeit zu keinem anderen Ergebnis gekommen. Nun solle das Gesamtprojekt nicht zerredet und verzögert werden. Das Planfeststellungsverfahren müsse jetzt gestartet werden.

Schreibe einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.