Schutz junger Flüchtlinge wird ausgebaut

Kinder und Jugendliche, die alleine aus ihren Heimatländern nach Deutschland fliehen, brauchen besonderen Schutz und Hilfe. Familienministerin Manuela Schwesig sorgt dafür, dass sie künftig besser untergebracht, versorgt und betreut werden. „Wir sichern ihnen bundesweit ein gutes Aufwachsen“, sagte Schwesig am Mittwoch.

57 Millionen Menschen sind derzeit weltweit auf der Flucht vor Krieg, Terror und Unterdrückung in ihren Heimatländern. 50 Prozent aller weltweiten Flüchtlinge sind Kinder. Auch in Deutschland kommen immer mehr Kinder und Jugendliche an, ohne Begleitung, ohne ihre Eltern, ohne ihre Familie. Ende Dezember 2014 lebten rund 14.100 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in unserem Land. Viele von ihnen waren vorher monatelang auf der Flucht

Kindeswohl im Mittelpunkt


Kürzlich erst hat Bundesfamilienministerin Schwesig das Bundesprogramm „Willkommen bei Freunden“ angestoßen, mit dem die Kommunen bei der Integration der minderjährigen Flüchtlinge unterstützt werden sollen. Am Mittwoch hat das Kabinett ihren Gesetzentwurf „zur Verbesserung der Unterbringung, Versorgung und Betreuung ausländischer Kinder und Jugendlicher“ beschlossen. Das Gesetz soll sicherstellen, dass jugendliche Flüchtlinge so versorgt werden, wie es ihrem Bedarf und ihrem Wohl entspricht.

Bessere Betreuung


Vor allem in Städten wie Hamburg, Berlin und München waren zuletzt so viele junge Flüchtlinge aufgetaucht, dass an eine vernünftige Versorgung nicht mehr zu denken war. Damit soll bald Schluss sein. Künftig sollen die jungen Flüchtlinge bundesweit dort untergebracht werden, wo es Kapazitäten gibt. Das Ziel: eine angemessene Betreuung, Unterkunft und Versorgung der Kinder und Jugendlichen.

Das Gesetz stellt auch klar, dass die jungen Flüchtlinge Zugang zu Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe haben. Das bedeutet, sie können z.B. eine Kita, einen Hort besuchen oder an Sportangeboten der Jugendarbeit teilnehmen.

Hilfe und Schutz


„Das Gesetz wird eine wichtigen Beitrag dazu leisten, dass es jungen Flüchtlingen in Deutschland besser geht“, ist sich Schwesig sicher. „Sie sind vor Krieg, Terror und Unterdrückung in ihren Heimatländern geflohen. Wir müssen Verantwortung übernehmen und ihnen Hilfe und Schutz bieten.“

Das Gesetz wird nun im Bundestag und Bundesrat beraten. Es soll am 1. Januar 2016 in Kraft treten.

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