Schulkräfte wollen Arbeitsentlastung

Auf mehreren hundert, überwiegend parallel stattfindenden Personalversammlungen an Hamburger Schulen und zahlreichen Aktionen haben HausmeisterInnen, SekretärInnen, SozialpädagogInnen, ErzieherInnen und Lehrkräfte gegen die zunehmende Arbeitsbelastung protestiert.

Im Zentrum der Kritik stehen vor allem die wachsende Belastung der Lehrkräfte durch mehr Unterrichtsstunden in immer größeren Klassen sowie die niedrige Eingruppierung des Verwaltungs-Personals. Beanstandet wurde auch die Streichung der Alterentlastung für ältere LehrerInnen und die Aufkündigung der Altersteilzeitregelungen. Immer mehr Lehrkräfte mit jahrzehntelanger Berufserfahrung sähen sich dem Druck an den Schulen nicht mehr gewachsen und müssten aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig in den Ruhestand gehen.

Klaus Bullan, Vorsitzender der GEW Hamburg: „Der Senat lässt Arbeitszeiten und Arbeitsbedingungen zu, die Lehrer und Lehrerinnen krank machen und die Qualität der Arbeit an den Schulen massiv beeinträchtigen. Hier wird am falschen Ende und auf Kosten der Menschen, die an den Schulen lernen und lehren, gespart.“

Interessierte finden weitere Informationen, unter anderem die gestern (22.11.2007) verabschiedeten Resolutionen der Gewerbeschule 6 und der Schule Langenhorn, im Netz unter http://gew-hamburg.de/azm.html

Zum Hintergrund: Das Lehrerarbeitszeit-Modell wird derzeit von einer siebenköpfigen ExpertInnenrunde unter Vorsitz der früheren nordrhein-westfälischen Kultusministerin Gabriele Behler (SPD) geprüft. Diese so genannte „Behler-Kommission“ berät unter anderem über die
Rahmenbedingungen des Modells und mögliche Mehrbelastungen der Lehrer und Lehrerinnen. Ergebnisse sind für März 2008 angekündigt. An den Schulen hatte das Lehrerarbeitszeitmodell seit seiner Einführung im Jahr 2003 für erhebliche Unruhe gesorgt.

Schreibe einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.