Schön, aber nicht mager

Hamburg war der Trendsetter: Nach der Zeitschrift BRIGITTE hat jetzt auch das Modemagazin VOGUE entschieden, weltweit auf die Zusammenarbeit mit sogenannten Magermodels zu verzichten. Setzt sich nun ein neues und humanes Schönheitsideal durch?

Die Chefredakteure der Zeitschrift BRIGITTE begrüßen die VOGUE-Entscheidung. „Das ist ein wichtiges Signal für die Frauen und ein wichtiger Appell an die Modebranche“, sagen die BRIGITTE Chefredakteure Brigitte Huber und Andreas Lebert. „Gerade wir Medien tragen eine nicht zu unterschätzende Verantwortung, wenn es um die Verbreitung und Manifestierung von Schönheitsidealen geht.“

Im Januar 2010 startete BRIGITTE die Initiative „Ohne Models“. Als einzige Frauenzeitschrift der Welt verzichtet das Magazin seither konsequent bei allen eigenen Fotoproduktionen auf den Einsatz professioneller Models. Diese Entscheidung löste ein überwältigendes Echo aus. Sie wurde quer durch die Gesellschaft und von allen betroffenen Branchen heftig diskutiert und von den Leserinnen begeistert aufgenommen. Die Frauen für die Fotoproduktionen werden über www.brigitte.de und von BRIGITTE-Redakteurinnen ausgewählt. Sie erhalten für ihre Arbeit ein Honorar im für Fotoproduktionen mit Models üblichen Rahmen. Seit Start der Initiative haben sich mehr als 30.000 Frauen bei BRIGITTE gemeldet. Inzwischen wurden rund 4.000 Seiten mit Frauen produziert – die jüngste war erst ein paar Wochen alt, die älteste weit über 80.

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