Rot statt schwarz: SPD-Bürgermeister in Frankfurt

Nach 17 Jahren stellt die SPD mit Peter Feldmann wieder den Oberbürgermeister in Frankfurt – bisher war Petra Roth (CDU) am Drücker. Mit Feldmann werde Frankfurt „wieder sein soziales Gesicht zeigen“, gratuliert SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles. Auch in Mainz setzte sich mit Michael Ebling ein Sozialdemokrat bei der Oberbürgermeisterwahl durch.

Der SPD-Oberbürgermeisterkandidat Peter Feldmann hat am Sonntag die Stichwahl mit 58,4 Prozent deutlich vor dem als Favoriten gegoltenen hessischen Innenminister und CDU-Kandidaten Boris Rhein (41,6 Prozent) gewonnen. Die Wahlbeteiligung an der Stichwahl lag bei 34,5 Prozent.

Feldmann bezeichnete das Wahlergebnis als „absoluten Hammer“. Damit habe niemand gerechnet. Dass die größte Stadt in Hessen wieder von der SPD geführt wird, sei ein Erfolg für Peter Feldmann, die Frankfurter SPD aber auch für die hessische SPD unter ihrem Landesvorsitzenden Thorsten Schäfer-Gümbel, gratulierte Andrea Nahles. „Der Kandidat der schwarz-gelben Landesregierung ist krachend gescheitert und liefert CDU und FDP in Hessen damit einen Vorgeschmack auf die Landtagswahl im nächsten Jahr.“

Auch Parteichef Sigmar Gabriel gratulierte Feldmann zum Wahlsieg. “Wenn das heute Abend klappt, dann werden die fünf größten Städte in Deutschland wieder von Sozialdemokraten regiert und das ist gut so, sagt man in Berlin.”

„Was für ein schöner Sonntag“, freute sich der neue Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD). In der rheinland-pfälzische Landeshauptstadt Mainz setzte sich erneut ein Sozialdemokrat bei der Stichwahl über den künftigen Oberbürgermeister durch. Ebling erhielt 58,2 Prozent der Stimmen. Für Günter Beck (Grüne) stimmten 41,8 Prozent.

Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident und SPD-Landesvorsitzende Kurt Beck gratulierte Ebling zu dem „überzeugenden Vertrauensbeweis“ von annähernd 60 Prozent. Ebling werde die Stadt sehr gut führen.

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