Rettung der Gymnasien – durch Schließungen?

Auch die Jusos Hamburg haben überrascht zur Kenntnis genommen, dass Schulsenatorin Alexandra Dinges-Dierig (CDU) sich die Rettung der Gymnasien auf die Fahne schreiben möchte.

„Wer Schulen wie das Gymnasium St. Georg in Horn und das Gymnasium Uhlenhorst-Barmbek schließt und wenige Monate später zu einer Rettungsaktion zu Gunsten eben dieser Schulformen aufruft, hat seine Glaubwürdigkeit endgültig verloren“, sagte der stellvertretende Juso-Chef Danial Ilkhanipour (26).

„Es handelt sich hier um eine populistische Aktion der CDU, die offenkundig ins Leere geht. Die SPD wird die Gymnasien nicht abschaffen. Das ist eine klare Ansage, die auch die CDU nicht wegreden kann.“

Der örtliche Juso-Vorsitzende im Stadtteil, Steven von Bargen (21), der selbst als Schulsprecher am Gymnasium Uhlenhorst-Barmbek gegen die Schließung seiner damaligen Schule ankämpfte, erklärte:

„Ich freue mich, dass auch die CDU nunmehr die Gymnasien erhalten will. Das sah bei der Schließung des Gymnasiums Uhlenhorst-Barmbek aber ganz anders aus. Die Gründe für die Schließung meiner Schule waren auch damals schon fadenscheinig. Man merkt deutlich, dass die CDU ihr schlechtes Gewissen plagt und sie nun versucht, etwas wieder gut zu machen. So weit hätte es jedoch gar nicht erst kommen dürfen.“

Die vermeintliche Rettung der Gymnasien sei, so die Jusos, faktisch eine Abkehr von Dinges-Dierigs tatsächlich ausgeführter Politik. Die Uneinigkeit in der CDU sei damit mehr als deutlich.

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