Reiche reicher, Arme ärmer

Die Hälfte der Bundesbürger ist mit der Wirtschaftsordnung in Deutschland unzufrieden, 49 Prozent stehen noch zu ihr. Drei Viertel der Deutschen aber finden, die soziale Marktwirtschaft „macht die Reichen reicher und die Armen ärmer“.

Das sind Ergebnisse aus dem aktuellen ARD-DeutschlandTrend: 50 Prozent geben an, mit dem Funktionieren der sozialen Marktwirtschaft nicht zufrieden zu sein – 49 Prozent sind es noch. Drei Viertel der Deutschen (77 Prozent) aber finden, die soziale Marktwirtschaft „macht die Reichen reicher und die Armen ärmer“. 73 Prozent denken, die soziale Marktwirtschaft „funktioniert nicht mehr so wie früher“. 51 Prozent sind der Ansicht, die Wirtschaftsordnung „muss grundlegend verändert werden“. Allerdings finden 65 Prozent, die soziale Marktwirtschaft „ist für Deutschland immer noch am besten“. 67 Prozent sind der Ansicht, die soziale Marktwirtschaft „ist maßgeblich für die derzeit gute wirtschaftliche Lage in Deutschland“. Dass sie persönlich vom aktuellen Wachstum in Deutschland profitieren, denken aber nur 25 Prozent der Deutschen. 73 Prozent finden, dass sie persönlich nicht vom Wachstum profitieren. Für diese Umfrage im Auftrag der ARD-Tagesthemen hat das Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap von Montag bis Dienstag dieser Woche 1.001 Wahlberechtigte bundesweit telefonisch befragt.

In der Sonntagsfrage des aktuellen ARD-DeutschlandTrends können die beiden Regierungsparteien im Vergleich zum Vormonat jeweils leicht zulegen. Die Union gewinnt einen Punkt hinzu auf 36 Prozent. Die FDP legt ebenfalls um einen Punkt zu und kommt auf drei Prozent. Die SPD verliert einen Punkt und liegt bei 29 Prozent. Die Grünen verlieren ebenfalls einen Punkt und erreichen 15 Prozent. Die Linke gewinnt einen Punkt hinzu auf sieben Prozent. Die Piratenpartei kommt unverändert auf sechs Prozent. Für die Sonntagsfrage hat Infratest dimap von Montag bis Mittwoch dieser Woche 1.501 Wahlberechtigte bundesweit telefonisch befragt. Die Zufriedenheit mit der schwarz-gelben Bundesregierung ist in diesem Monat so hoch wie seit ihrem Amtsantritt nicht. 42 Prozent der Deutschen sind mit der Arbeit der Bundesregierung zufrieden. Dies sind acht Punkte mehr im Vergleich zu Dezember 2011. 57 Prozent sind nicht zufrieden (-9).

Und nur noch 16 Prozent der Deutschen halten Bundespräsident Christian Wulff für einen ehrlichen Mann.

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