Razzia in Ahlhaus-Villa

Beamte der Hamburger Staatsanwaltschaft haben die Villa von Christoph Ahlhaus (CDU) in den Elbvororten durchsucht. Die Ermittler gehen dem Verdacht nach, der frühere Bürgermeister habe sich unzulässige Vorteile im Zusammenhang mit dem Kauf seines Hauses verschafft.

Das Hamburger Abendblatt erfuhr, dass die Razzia bereits am vergangenen Mittwoch zwischen 10 und 14 Uhr stattfand. Ermittelt werde auch gegen Verantwortliche des Maklerunternehmens Dahler & Company, bei dem Simone Ahlhaus, die Ehefrau des Christdemokraten, zur fraglichen Zeit angestellt war, wegen des Verdachts der Vorteilsgewährung. Das Maklerunternehmen soll, so der Verdacht, Ahlhaus keine marktübliche Courtage berechnet oder sie möglicherweise sogar völlig erlassen haben.

Es gebe die Vermutung, „dass ein Zusammenhang zwischen der vermeintlich reduzierten oder erlassenen Courtage und einem Gesetzentwurf besteht, den Ahlhaus 2009 noch als Innensenator vorgelegt hatte“, so das Abendblatt. Von dem Gesetz, das später doch nicht beschlossen wurde, hätten Gesellschafter der Spielbank Hamburg profitiert, weil es eine deutliche Senkung der Spielbankabgabe um hohe Millionenbeträge bewirkt hätte. Einer der Gesellschafter der Spielbank, John Jahr, ist auch am Maklerunternehmen Dahler & Company beteiligt.

Christoph Ahlhaus bezeichnete den Verdacht gegenüber dem Abendblatt als „völlig absurd“. Bereits während seiner Amtszeit hatte es Diskussionen wegen der rund eine Million Euro teuren und amtlich veranlassten Baumaßnahmen an seinem Haus gegeben, die angeblich zum Schutz des damaligen Innensenators nötig gewesen sein sollen.

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