Heute haben die Hamburger Beschäftigten von Siemens Enterprise Communications gegen den geplanten Stellenabbau protestiert. Die in der letzten Woche angekündigten Verkaufs- und Abbaupläne des Siemens-Konzerns von 6.800, der weltweit 17.600 Arbeitsplätze treffen auch die Beschäftigten von Siemens Enterprise Communications (SEN) in Hamburg, Kiel und Rostock.
Bundesweit ist von den 5.500 SEN-Beschäftigten jeder zweite betroffen, dieses trifft auch für die 320 Beschäftigten an den Standorten Hamburg, Kiel und Rostock zu. In Deutschland sollen 1.200 Arbeitsplätze durch Ausgliederung und 2.000 durch Personalabbau vernichtet werden.
Die Geschäftstätigkeit von SEN umfasst Vertriebs- und Servicetätigkei-ten für Groß- und Mittelstandskunden im IT- und Kommunikationsumfeld.
In Anschluss an eine Betriebsversammlung am Vormittag des 05.03.2008, in der Hamburger Siemens-Niederlassung haben 180 SEN-Beschäftigte ihrem Unmut Luft gemacht. Unter der Losung: „Wo Manager versagen – werden Mitarbeiter begraben“ zogen sie in einem De-monstrationszug zur Bundesagentur für Arbeit.
Der SEN-Betriebsratsvorsitzende, Günter Hameister, forderte das Management auf, endlich ein zukunftsfähiges Gesamtkonzept vorzulegen und Maßnahmen zur Sicherung des Unternehmens und seiner Arbeitplätze zu ergreifen. Ein lediglich kostengetriebener, konzeptionsloser Personalabbau schafft keine erfolgreiche Zukunft, sondern nur Ängste der Beschäftigten.
„Wir wehren uns zusammen mit den Beschäftigten gegen den Kahlschlag bei SEN. Ein zweites BenQ darf es nicht geben“, erklärte Detlev Böger von der IG-Metall Hamburg.