Pflegen + Wohnen: Tarifvertrag per Moderation?

Nach 41 Streiktagen setzt die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ihren Arbeitskampf für einen Tarifvertrag bei „Pflegen + Wohnen Hamburg“ aus. In einem „Bündnis für Zukunft und Beschäftigung“ sollen unter Moderation von Wolfgang Kraft, ehemaliger Vorstand der Evangelischen Stiftung Alsterdorf, Verhandlungsgespräche mit ver.di und der Geschäftsführung über einen Tarifvertrag bei Hamburgs größtem Pflegeanbieter ab Mitte März beginnen.

„Der Schritt hin zum Verhandlungstisch erfreut uns alle“, so Björn Krings, betreuender ver.di–Sekretär. „Der starke Wille und das Engagement der Streikenden waren bisher einmalig. Jetzt sind wir gespannt auf Ergebnisse.“

Bei teilweise zweistelligen Minustemperaturen und unter Einbußen des Gehaltes haben hunderte Beschäftigte seit dem 9. Januar 2012 durch zentrale und dezentrale Streiks klar gemacht: Zur Zukunft von PFLEGEN & WOHNEN HAMBURG gehört ein Tarifvertrag.

Hilke Stein, Landesfachbereichsleiterin ver.di Hamburg:
„Die Zukunft in der Pflegebranche bedarf fairer und guter Ar-beits- und Gehaltsbedingungen. Dazu gehören Tarifverträge. Wir sind hoffnungsvoll, dass wir jetzt bei den anstehenden Ver-handlungen zu einem guten Ergebnis kommen. Das Unterneh-men PFLEGEN & WOHNEN HAMBURG braucht wieder eine gesicherte Perspektive. Wir als Gewerkschaft wollen unseren Teil dazu beitragen.“

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