Am Sonntag wird in Schleswig-Holstein ein neuer Landtag gewählt. Der SPD-Bundestagsabgeordnete Ernst Dieter Rossmann aus dem Kreis Pinneberg fordert eine bessere Politik für Pendler und mehr Zusammenarbeit mit Hamburg: „Das Land muss bei seinen Planungen für den Pendlerverkehr endlich alle Verkehrsträger gemeinsam in den Blick nehmen“, sagte er angesichts der aktuellen Meldungen über Verzögerungen beim Bau des Hamburger Autobahndeckels.
„Leider hat die schwarz-gelbe Landesregierung Auto- und Bahnverkehr bisher immer isoliert voneinander betrachtet. Damit muss angesichts des drohenden jahrelangen Dauerstaus auf den Autobahnen endlich Schluss sein“, so Rossmann. Die Bahn wird sich nach Auffassung Rossmanns darauf einstellen müssen, einen Teil des Verkehrs aufzunehmen, den die Autobahnen nicht mehr bewältigen können.
„Die Verkehrsplaner prognostizieren wegen des A7-Ausbaus eine bis mindestens ins Jahr 2021 stark angespannte Lage. Die Forderung nach zusätzlichen Bahnverbindungen aus dem Umland in die Stadt Hamburg bleibt deswegen dringlich auf der Tagesordnung“, macht Rossmann deutlich. „Konkret heißt das: Der Regionalexpress-Halt in Tornesch muss kommen. Und bei der AKN müssen Hamburg und Schleswig-Holstein schnell zu einem gemeinsamen Konzept für Elekrifizierung und Weiterentwicklung des Angebots kommen.“
Auch die Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn für Hamburg und Schleswig-Holstein, Ute Plambeck, hat Rossmann gemeinsam mit der SPD-Landtagskandidatin Beate Raudies bereits dringlich auf das Problem hingewiesen. „Beim Gespräch im April haben wir Frau Plambeck auf die Probleme für die Pendler aus unserer Region aufmerksam gemacht. Eine neue Landesregierung wird schnell den Dialog mit der Bahn suchen müssen“, so Rossmann.