Die von der schwarz-gelben Koalition geplanten Steuererhöhungen werden das Rauchen weiter verteuern: Bis 2015 wird mit einer jährlichen Preissteigerung um vier bis acht Cent bei einer Zigarettenpackung mit 19 Stück gerechnet. Viele geben das Rauchen auf oder steigen aufs Selberdrehen und Pfeiferauchen um: Im ersten Quartal 2012 wurden in Deutschland 20,9 Prozent weniger Zigaretten versteuert als im ersten Quartal 2011.
Ebenfalls rückläufig waren nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) die Menge des versteuerten Feinschnitts (- 26,9 %) und der Absatz von Zigarren und Zigarillos (- 6,7 %). Dagegen stieg im Vergleich zum Vorjahresquartal der Absatz von Pfeifentabak um 26,0 %.
Zurückzuführen sind diese Entwicklungen auf die Tabaksteuererhöhungen im Mai 2011 und zu Beginn des Jahres 2012. Pfeifentabak ist von diesen Steuererhöhungen nicht betroffen.
Insgesamt wurden im ersten Quartal 2012 Tabakwaren im Kleinverkaufswert (Verkaufswert im Handel) von 5,3 Milliarden Euro versteuert. Das waren 964 Millionen Euro beziehungsweise 15,3 % weniger als im ersten Quartal 2011. Dieser Betrag ergibt sich aus dem Steuerzeichenbezug von Herstellern und Händlern nach Abzug von Steuererstattungen für zurückgegebene Steuerzeichen (Netto-Bezug).