Ole von Beust rügt die CDU

Ole von Beust geht mal wieder auf Sendung: Der CDU-Politiker und frühere Hamburger Bürgermeister hat seiner Partei gesellschaftspolitische Rückständigkeit vorgeworfen – die in der Union umstrittene Aufwertung homosexueller Paare im Steuerrecht sei „vernünftig“.

„Die Angst vor der – vermuteten – Mehrheitsmeinung in der eigenen Partei oder in der Bevölkerung ist manchmal größer als die eigene Einsicht“, sagte der 57-Jährige dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. Stattdessen wäre ein „Standpunkt erforderlich“. „Manchmal ist die Bevölkerung viel weiter, als Politiker denken.“ Als Beispiele nannte von Beust auch die Europa- und Integrationspolitik. Eine Besserstellung eingetragener Partnerschaften sei „sogar ein konservativer Wert“, fügte von Beust mit Blick auf die unionsinternen Debatten hinzu. Die Beteiligten gingen eine dauerhafte Bindung ein, übernähmen Verantwortung füreinander und entlasteten – etwa durch Unterhaltsverpflichtungen – am Ende sogar noch den Staat.

Von Beust war 2001 von einer Koalition aus CDU, FDP und Schill-Partei ins Bürgermeisteramt gewählt worden, 2010 trat er ab.

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