Die Sozialbehörde hat eine Bürgerhotline „Hilfen für Obdachlose“ erfolgreich geschaltet: Wer einen Obdachlosen auf der Straße sieht, der offensichtlich Hilfe braucht, kann ab sofort über die neue Bürgerhotline 4 28 28 5000 die Sozialarbeiter der Bezirke und die Sozialbehörde darüber informieren.
In akuten Fällen, in denen es um Leben und Tod geht, werden Polizei (110), Feuerwehr oder Notarzt (112) direkt angerufen. In allen anderen Fällen werden die zuständigen Straßensozialarbeiterinnen und Straßensozialarbeiter in den Bezirken über die Hotline informiert, um dann innerhalb von 24 Stunden vor Ort Hilfe zu leisten Die Sozialbehörde wertet die Anrufe aus und greift nur dann mit ein, wenn die Gefahr besteht, dass soziale Brennpunkte entstehen bzw. sich verfestigen können.
„Mit dieser Hotline stärken wir das bestehende Hilfsangebot für Obdachlose“, sagt Sozialsenator Detlef Scheele. „Sie soll dazu beitragen, dass wir mit obdachlosen Menschen schneller ins Gespräch kommen, um ihnen bei Bedarf direkt zu helfen, bevor behördenübergreifende Lösungen nötig sind.“
Bestehen Anhaltspunkte dafür, dass an einem bestimmten Ort in der Stadt immer wieder neue Hilfen notwendig sind oder dass diese Hilfen so komplex sind, dass sie ein umfangreiches Fachwissen erfordern, stellt die Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration – je nach Fall auch in Kooperation mit anderen Behörden und Ämtern – ein Team aus Experten zusammen, die kurzfristig und für einen begrenzten Zeitraum zielgruppen- und bedarfsgerechte Hilfen für die obdachlose Menschen vor Ort anbieten können.
Die Hamburger Bürgerhotline – Hilfen für Obdachlose (4 2828 5000 ) ist montags bis freitags von 8 Uhr bis 16 Uhr zu erreichen. In jedem Bezirk gibt es soziale Beratungsstellen, in denen Sozialarbeiter arbeiten. Pro Bezirk kümmert sich jeweils ein Straßensozialarbeiter halbtags ausschließlich um Obdachlose. Die anderen Sozialarbeiter haben andere soziale Aufgaben. In einigen Bezirken gibt es zusätzliche Straßensozialarbeiter, weil dort freie Träger arbeiten. Die Off-Road-Kids finanzieren sich ausschließlich selbst, und zwar durch Spenden. Das Projekt „Straßensozialarbeit der Hamburger City“ wird zur Hälfte von der BASFI und zur Hälfte von der Diakonie bezahlt.