Nur halbherzige Unterstützung für „Kein-Handicap“

Die Bezirksversammlung Wandsbek hat am 28. Juni einstimmig den Antrag der SPD beschlossen, den Verein „Kein-Handicap“ zu unterstützen. Beschlossen wurde, dass Wandsbeks Bezirksamtsleiterin Cornelia Schröder-Piller sich nachdrücklich und unverzüglich dafür einsetzen soll, dass die Suche nach neuen Räumlichkeiten durch die Fachbehörden, die Liegenschaft und das Bezirksamt weiterverfolgt wird. Außerdem soll der Verein organisatorische Unterstützung erhalten, um die Bedingungen für eine finanzielle Förderung zu erfüllen.

Dazu Anja Quast, sozialpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion: „Wir freuen uns über diesen Erfolg, denn der ehrenamtlich tätige Verein hat mit seiner Jobbörse bereits mehr als 2500 Jobs akquiriert und es werden mehr als 8000 Arbeitssuchende betreut. Bedauerlich ist, dass die CDU den Teil des Antrages gestrichen hat, in dem es um Zuschüsse für die neuen Mietkosten geht, die der Verein wird aufbringen müssen. Ob das Angebot also weiterhin kostenfrei und damit überhaupt durchführbar ist, bleibt offen.“

Hintergrund:

Der Verein engagiert sich für Behinderte und chronisch Kranke, wurde auf Bundesebene ausgezeichnet. Trotzdem steht die deutschlandweit einmalige Jobbörse für Menschen mit Handicap vor dem Aus.

Im Frühjahr 2003 zog der Verein in ein Haus auf dem Gelände des Amalie-Sieveking-Krankenhauses in Volksdorf. Als die Albertinen-Gruppe das Krankenhaus übernahm, kündigte diese den Mietvertrag.

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