Geplante Stellenstreichungen bei Nokia Siemens Networks sorgen für Protest: Die IG Metall Hamburg hat gegen die Schließung der Standorte für heute zur Demonstration aufgerufen – es geht um 150 Jobs in Hamburg und 17.000 weltweit.
Angesichts der geplanten Stellenstreichungen bei Nokia Siemens Networks kommt das Unternehmen aus Sicht der SPD-Bürgerschaftsfraktion seiner Verpflichtung gegenüber der Belegschaft nicht nach. „Seit November sind die Umstrukturierungen bekannt. Jetzt haben wir März, und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wissen immer noch nicht, wie es weitergeht“, kritisiert der SPD-Abgeordnete und IT-Experte Hansjörg Schmidt.
Derzeit rufen die geplanten Stellenstreichungen von weltweit 17.000 Beschäftigten bei Nokia Siemens Networks (NSN) viele Proteste hervor. In Norddeutschland sind Standorte in Bremen, Hamburg und Hannover betroffen. In Hamburg sollen rund 150 Stellen gestrichen werden. Die IG Metall Hamburg hat deshalb gegen die Schließung der Standorte von Nokia Siemens Networks für heute zur Demonstration in der Hansestadt aufgerufen.
„Seit der Zusammenführung von Siemens Networks und Nokia Networks Business 2007 ist das Management anscheinend nur mit Stellenabbau und Restrukturierungen beschäftigt und hat dabei anscheinend den Markt und die Kunden aus den Augen verloren. Nun müssen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unter dem Missmanagement leiden“, so Schmidt.
Er appelliert nun an Siemens, dem anderen Partner des Joint Ventures, in einen konstruktiven Dialog zu treten: „Es müssen sozialverträgliche Lösungen für die Entlassenen gefunden werden. Siemens sollte den internen Arbeitsmarkt für die Belegschaft von NSN öffnen und so die Fachkräfte in Hamburg halten.“