Und wieder ein eigenwilliges Senatskonzept: Parallel zur Kita-Betreuung sollen jetzt – für die gleichen Kinder – Spielhäuser gefördert werden. Das Geld wäre besser beimAusbau der Krippenplätze angelegt.
Der Senat wird im Rahmen des Programms „Lebenswerte Stadt“ 2007 und 2008 jeweils 780.000 Euro für die Ausweitung der Öffnungszeiten von Spielhäusern ausgeben. Mit den neuen, verlässlichen Öffnungszeiten am Vormittag soll parallel zur Kita-Betreuung und außerhalb des Gutschein-Systems ein zusätzliches und kostenfreies Betreuungsangebot geschaffen werden. Darüber informiert eine Senatsdrucksache, die der GAL-Fraktion vorab vorliegt.
Hauptzielgruppe der Vormittagsangebote in den 39 Hamburger Spielhäusern sollen laut Senatskonzept Kinder im Alter zwischen 3 und 6 Jahren sein. Diese habe aber eigentlich schon einen Rechtsanspruch auf Betreuung in einer Kita oder bei einer Tagesmutter.
Naja, Vormittagsangebote in Spielhäusern gibt es in Hamburg schon seit 54 Jahren..
Neu ist also lediglich, dass die dort geleistete Arbeit – die ja neben dem Spielangebot für Kinder auch Angebote für deren Eltern umfasst -, unerwarteterweise wieder stärker wertgeschätzt wird und dass mit der zusätzlichen Förderung Einsparmaßnahmen aus den letzten Jahren teilweise wieder aufgehoben werden.
Allerdings wird die abgerufene Summe vermutlich deutlich unter 780 000 Euro bleiben und der Großteil der neugeschaffenen Angebote wird sich an die Zielgruppe Eltern mit Kleinkindern richten.
Wer Interesse hat, sich über die Arbeit der 39 Spielhäuser zu informieren, hat morgen, am 25. August beim Hamburger Familientag Gelegenheit dazu.
Ansonsten: http://www.hamburger-spielhaeuser.de