Naumann: Beust soll HHLA-Börsengang stoppen

SPD-Spitzenkandidat Michael Naumann hat Bürgermeister Ole von Beust erneut aufgefordert, den Börsengang der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) zu stoppen.

Naumann: „Generationen von Hafenarbeitern und Bürgern haben den Hamburger Hafen groß und stark gemacht. Er erwirtschaftet Erträge, die dem Hamburger Haushalt und der Infrastruktur zugute kommen. Ein Teilverkauf des Hafens ist daher ökonomischer und politischer Unsinn – und er wäre eine historische Fehlentscheidung: Was weg ist, ist weg für immer.“

Und weiter: „Wer 30 Prozent des öffentlichen Eigentums privatisiert, könnte nach der Wahl auch auf die Idee kommen, den Rest zu versilbern. Dann aber hätten die Hamburger in ihrem eigenen Hafen gar nichts mehr zu sagen. Auch den Beschäftigten drohen mittelfristig die üblichen Kostensenkungsmanöver der Shareholder, die all zu oft errungene Lohnstandards und Arbeitsbedingungen nach unten drehen wollen.

Der Senat plant und finanziert unsolide. Eine mittel- und langfristige Finanzplanung für die gesamten Hafeninvestitionen fehlt.

Der Bürgermeister sollte daher den 24. Februar abwarten und den Börsengang jetzt abbrechen. Dann könnten die Wählerinnen und Wähler selbst über die Zukunft ihres Hafens entscheiden.“

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