Ein Ort für Liebhaber: Die denkmalgeschützte „Mutzenbecher-Villa“ im Niendorfer Gehege ist von der Stadt Hamburg zum Verkauf ausgeschrieben worden.
Aufgrund ihrer Lage mitten in einem Landschaftsschutzgebiet gibt es nur eine eingeschränkte Erschließung und ein Autoverkehr ist im Wald ausgeschlossen. Daher ist nur eine wald- und naturverträgliche Nutzung und keine Wohn- oder Gewerbenutzung möglich. Denkbar sind jedoch beispielsweise kulturelle oder soziale Nutzungen, denen das Denkmalschutzamt und das Bezirksamt Eimsbüttel zugestimmt haben. Schriftliche Nutzungskonzepte können bis zum 22.11.2012 bei der Finanzbehörde eingereicht werden, alle Details sind in der Ausschreibung im Anhang zu finden.
Kulturstaatsrat Nikolas Hill setzt große Hoffnungen in den Verkauf: „Wir hoffen, dass dieses besondere Denkmal nun einen Nutzer findet, der seinen großen baukulturellen Wert schätzt und dieses historische Gebäude mit neuem Leben füllt.“
Die Grundstücksfläche beträgt 620 Quadratmeter, und die Sanierungskosten werden auf rund 870.000 Euro geschätzt. Der zweigeschossige Backsteinbau wurde 1900 als Landhaus für Hermann Franz Matthias Mutzenbecher erbaut und 1908-1910 mehrfach von dem bekannten Hamburger Architekten Erich Elingius umgebaut. Das verwinkelte Gebäude besitzt eine dekorative Fassade mit kleinteiligen Fenstersprossen an den eingeschossigen Vorbauten, filigranen Holzarbeiten, renaissanceartigen Fensterrahmungen und variierende Fensterformen. Im Inneren sind neben einem reich verzierten hölzernen Treppenhaus noch viele historische Details wie Türrahmen und Fensterbeschläge erhalten. Die Villa besitzt Denkmalwert als anschauliches Zeugnis der Geschichte Niendorfs und als zeittypischer Bestandteil der villenähnlichen Bebauung um das Niendorfer Gehege.
Die Ausschreibungsunterlagen finden Sie im Internet unter www.hamburg.de/kulturbehoerde.